• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Frauen wollen mehr Präsenz

30.10.2018

Garrel Der Anteil der Frauen in den Räten und Kreistagen des Oldenburger Landes liegt bei unter 25 Prozent, der der CDU-Frauen bei nicht einmal 22 Prozent. Über Ursachen und Überlegungen, diesen Anteil zu erhöhen, diskutierten am Freitagabend 48 Mitglieder der Frauen-Union auf ihrem Landesdelegiertentag im Gasthof „Zum Schäfer“ in Garrel. Ein Grußwort hielt neben Garrels Bürgermeister Andreas Bartels auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher.

Feste Quoten, frühzeitige Beteiligung über Jugendparlamente oder Praktika – Vorschläge gab es einige, wie es gelingen könne, Frauen zu motivieren, sich in der Politik zu engagieren. Die Vorsitzende des Landesverbandes Oldenburg, Marlies Hukelmann (Löningen), fragte: „Warum kommt es nicht bei den Menschen an, dass wir gute Politik machen?“ Im Hinblick auf die nächste Kommunalwahl mache sie sich „große Sorgen“.

Dass es im Oldenburger Land jede Menge starker Frauen gibt und gab, belegte nicht zuletzt Ilse Heidemann. Die Cloppenburger Gästeführerin beim Zweckverband Thülsfelder Talsperre sprach über „Frauenleben in Cloppenburg“. Anlass dazu bot das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Eine dieser „Heldinnen des Alltags“ sei Gerda Otten aus Beverbruch, berichtete Heidemann. Sie sei als Flüchtling aus Schlesien in die Gemeinde Garrel gekommen und hatte hier viel Ablehnung erfahren. „Schwierig“ sei es geworden, als sie einen Mann in Beverbruch fand. Dessen Eltern waren gegen die Beziehung. Gerda Otten zog weg, fand in Hamburg eine Anstellung in einem Haushalt. Der Mann setzte sich aber auf sein Fahrrad und holte sie nach Beverbruch zurück – auch gegen den Willen der Eltern.

Ilse Heidemann berichtete ferner von einer Frau, die sich schon im 16. Jahrhundert in Cloppenburg gegen den Pfarrer aufgelehnt hatte. Sie besorgte den Messwein, als aber Cloppenburg evangelisch wurde und plötzlich die gesamte Gemeinde vom Wein trinken sollte, erstritt die sich, dass ihr die Pacht für einen Acker erlassen wurde. Zwei Beispiele von einigen Cloppenburger Frauen, die sich in einer von Männern dominierten Welt ihr Recht erstritten, oder die harte Schicksale erduldeten – wie die Heuerlingsfrauen, die in ärmsten Verhältnissen ihre Kinder durchbringen mussten.

Inhaltlich befassten sich die Frauen der Frauen-Union mit drei Anträgen. Zum einen verabschiedeten sie einen Antrag, in dem die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag aufgefordert wird, sich für einen abgestimmten Radverkehrswegeplan für Niedersachsen einzusetzen, der sowohl den touristischen, den Alltags-, den Berufs- und den Schülerverkehr sowie die verkehrssicheren Bedürfnisse berücksichtigt.

Mit großer Mehrheit abgelehnt wurde dagegen der Antrag, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf deutschen Autobahnen umzusetzen, Begründung: Es gebe bereits eine Fülle von Regulierungen und es gebe auch eine Selbstverantwortung der Bürger. Sicherstellen soll die CDU-Fraktion im Landtag dagegen eine umfassende Betreuung in der Schwangerschaft und eine ambulante Wochenbettbetreuung in allen Landkreisen Niedersachsens. Zur neuen Pressesprecherin wurde Monika Bröer aus Holdorf gewählt.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2901
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.