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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Dachstuhlausbau: Grünes Licht für Zuschuss

05.11.2015

Cloppenburg Inwieweit sollte ein politischer Ausschuss Druck auf einen Verein ausüben, seine Betriebsstruktur zu überdenken? Eine Frage, die am Dienstagnachmittag bei der jüngsten Sitzung des Landkreis-Ausschusses für Kultur und Freizeit aufkam.

Es lag der Antrag des Oldenburgischen Jugenderholungswerks für eine Investitionszuschuss in Höhe von 165 000 Euro für das Schullandheim auf Wangerooge vor. Das Geld soll für den Ausbau des Dachstuhls von Haus eins verwendet werden, um dort künftig 32 weitere Personen unterbringen zu können.

300 000 Euro

Hintergrund des insgesamt 300 000 Euro teuren Vorhabens: Das Jugenderholungswerk hat insgesamt drei Häuser, eins und zwei wurden – auch mit Zuschüssen des Kreises – von Oktober 2012 bis April 2014 saniert. Bleibt Haus drei, in dem die Gäste nicht mehr untergebracht werden möchten – was einen Einnahmeverlust mit sich bringt. Haus drei zu sanieren, kostet allerdings rund 1,3 bis 1,5 Millionen Euro. Durch die neuen 32 Plätze könnte der Verlust etwas verringert werden.

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Um die Finanzierung irgendwann zu schaffen, überlegt der Verein, so führte Vorsitzender Dieter Boll im Ausschuss aus, neben Zuschussanträgen ein Teil des Grundstücks als Bauland zu verkaufen.

Eine Überlegung, die bei Ausschussmitgliedern auf Kritik stieß. „Ein Grundstück kann nur einmal verkauft werden“, mahnte Ausschusschef Leonhard Rosenbaum (CDU). Dr. Irmtraud Kannen (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzte: „Vielleicht ist es die Kröte, die man schlucken muss, aber gibt es keine andere Möglichkeit der Finanzierung?“

Angesichts fehlender Rückstellungen und Betriebsstrukturen, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert haben, warf Dr. Lucien Olivier (CDU) die Frage auf, ob es sich nicht rentieren würde, die Betriebsstrukturen im Rahmen der Möglichkeiten eines gemeinnützigen Vereins zu verbessern und damit die Einnahmen zu erhöhen. Olivier: „Bitte verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, aber man könnte auch plakativ sagen: Ein totes Pferd füttere ich nicht.“ Es gehe schließlich bei den Zuschüssen um viel Geld.

Boll räumte ein, dass auch dem Verein bewusst sei, dass dringend Rückstellungen gemacht werden müssten, allein mit Blick auf anstehende Sanierungen in 20 oder 30 Jahren – insbesondere angesichts der Idee, das letzte verfügbare Grundstück zu verkaufen. Eine mögliche Veränderung der Geschäftsstruktur sei dabei auch ein Thema.

Einwand

Den Ausschussmitgliedern reichte das, um bei einer Enthaltung von Olivier für die Bezuschussung des Dachstuhlausbaus zu votieren. Ganz dabei belassen wollte es Kannen jedoch nicht: „Sollte der Ausschuss nicht den Auftrag an den Verein geben, ein neues Konzept vorzulegen? Das sollte uns eigentlich interessieren“, betonte sie. Oliviers Forderungen seien berechtigt. Rosenbaum konterte, die Bitte sei ja schon bei der Begehung – diese war, wie berichtet, im November 2013 – mit auf den Weg gegeben worden. Kannens Einwand: „Nun ja, da hat sich wenig getan“, wurde vom Gremium jedoch nicht weiter aufgegriffen. €

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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