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Cdu: Hamjediers: „Sporthallen sind allerletzte Option“

05.10.2015

Friesoythe Über die aktuelle Flüchtlingssituation wurde am Donnerstagabend im Rahmen einer Versammlung des CDU-Ortsverbandes Friesoythe im Burghotel berichtet. Informationen seitens des Landkreises lieferte der Erste Kreisrat Ludger Frische. „Bis Ende Januar erwarten wir im Landkreis Cloppenburg 1041 weitere Flüchtlinge“, sagte er. Man wisse aber, „dass dies nicht das Ende der Fahnenstange bedeute“. Man müsse schätzungsweise noch 500 weitere Einwanderer einkalkulieren, so seine Prognose. Friesoythe müsse mit rund 270 Flüchtlingen rechnen.

Wie Frische mitteilte, konnte man bis August noch von einer kontrollierten Zuwanderung sprechen. Bis dahin seien 700 Flüchtlinge in den Landkreis Cloppenburg gekommen, „die geräuschlos in dezentralem Wohnraum verteilt wurden“. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass 60 Prozent von ihnen aus Balkan-Ländern stammen und „aus rein wirtschaftlichen Gründen” ins Land gekommen seien.

Dass größte Problem sei derzeit, entsprechenden Wohnraum für die bevorstehende Flüchtlingswelle bis Ende Januar zu finden. Frische appellierte, freistehenden Wohnraum dem Landkreis zu melden. Sofern man darauf aufmerksam wird, „bedarf es oftmals auch einfach der persönlichen Ansprache der Leute“. Momentan stünden dem Kreis 200 Wohnungen zur Verfügung, 200 weitere seien in Anmietung und weitere 200 in Bearbeitung.

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Über die Situation in der Eisenstadt berichtete die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Derzeit wurden 154 Personen aufgenommen – knapp die Hälfte von ihnen sind junge Leute unter 25 Jahren. Aber auch in Friesoythe ist der Bedarf an Wohnraum vorhanden. Derzeit miete man ständig Wohnungen an und baue eine Flüchtlingsunterkunft. „Wenn allerdings die Busse in den Landkreis kommen, haben wir ein Problem.“ Hamjediers betonte, dass Sporthallen die allerletzte Option seien, „wir möchten aber auch keine Zelte aufstellen“, sagte sie. Generell würde es derzeit eine hohe Hilfsbereitschaft in der Stadt geben. Momentan wird an einer Homepage gearbeitet und eine spezielle Telefonnummer eingerichtet. Darüber können sich künftig Bürger melden und ihre Hilfe anbieten sowie freien Wohnraum melden. Auch eine Halbtagskraft sei seitens der Stadt eingestellt worden, die sich um die Anliegen der Flüchtlinge kümmere.

Hedwig Nienaber, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, ehrte einige Mitglieder. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Bernhard Möller und Rosi Schweigatz geehrt. Seit 40 Jahren aktiv sind Heinrich Dröge, August Kemper und Erwin Plaggenborg, seit 50 Jahren Alfons Meyer und Ernst-Richard Kühling.

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