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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Herausforderin will Gas geben

04.02.2014

Bösel Annegret Brunemund-Rumker hat viel zu tun dieser Tage. Der Bürgermeisterwahlkampf nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Für die Fahrt durch die Gemeinde mit der NWZ  hat sie sich aber den Nachmittag freigeschaufelt. Im Firmenwagen der NWZ  startet die Fahrt an der Straße Am Pool bei ihrem Wohnhaus. Annegret Brunemund-Rumker gibt das Ziel vor. „Zunächst zum Dorfpark bitte“, sagt die 45-Jährige, die seit 1999 bei der Gemeinde Bösel arbeitet.

Vor dem verschneiten Dorfpark bleibt der Firmenwagen stehen. Zu Fuß geht es am zugefrorenen Dorfteich entlang. „Wir hatten hier zwar vor einiger Zeit eine große Aufräumaktion“, sagt Brunemund-Rumker, „das genügt aber noch nicht.“ Die Wege seien teils abgesackt, müssten aufgenommen und neu gepflastert werden, marode Bänke müssten ersetzt werden. „Mehr Ausstattung wäre natürlich immer gut, ist aber eine Frage des Geldes.“

Zurück zum Sahnestück

„Das gibt es ja nicht“, ärgert sich Brunemund-Rumker. „Vandalen“ haben einen Mülleimer auf das Eis geworfen, der Müll liegt auf der Fläche. „Es gibt immer einige Unbelehrbare“, sagt die Mutter zweier Kinder. Sollte sie Bürgermeisterin in Bösel werden, wolle sie sich dafür einsetzen, dass der Dorfpark „wieder zu dem Sahnestück wird, das er einmal gewesen ist“. „So eine große zusammenhängende Fläche zentral im Dorf – darum beneiden uns viele Gemeinden.“ Deshalb sei es gut, dass der Dorfpark in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen sei.

Die Herausforderin um den Chefsessel im Rathaus weist den Weg in Richtung der Fußballplätze und des Festplatzes. Auch dort sieht sie Verbesserungsbedarf: Eine Tribüne etwa könnte entstehen. Von dort aus könnten nicht nur Besucher die Fußballspiele verfolgen. Auch das Antreten zum Schützenfest laufe auf dem Sportplatz und könnte bequem von der Tribüne aus beobachtet werden.

Die Situation der Sanitäranlagen und der Beleuchtung dort sei verbesserungswürdig. „Hier finden die Euro-Musiktage und das Schützenfest statt. Sowohl am Festplatz als auch am Fußballplatz lässt sich noch einiges verbessern.“

Zurück zum Auto führt die Fahrt die Bahnhofstraße hoch. „Auch hier muss etwas passieren, aber zunächst muss man abwarten, welche Zuschüsse aus Förderprogrammen möglich sind. Das ist noch komplett offen.“ Zuviel „Niemandsland“ sieht Brunemund-Rumker im Bereich der Kurve Thüler Straße.

Nächster Halt: Herderstraße, St.-Anna-Kindergarten. „Bei der Kinderbetreuung sind wir wirklich sehr gut aufgestellt“, lobt die Kandidatin. „Da sollten wir den Standard halten.“ Der Bau der Kinderkrippe am Kindergarten sei eine „gute Investition“.

Nächstes Thema: Bauplätze. Grundstücksverhandlungen liegen in der Hand des Bürgermeisters, könnten also künftig auf sie zukommen. „Ich würde gerne so planen und wirtschaften, dass wir einen gewissen Grundstock an Grundstücken ständig parat haben.“ Schließlich gebe es im Rathaus eine lange Liste von Interessenten. Es könne nicht sein, dass die Menschen ein Jahr und länger warten müssten, bevor sie bauen können. Die Fläche „Östlich der Jägerstraße“ sei bereits 2009 gekauft worden, noch immer sei nichts passiert, sagt Brunemund-Rumker, ohne aber dem amtierenden Bürgermeister Versäumnisse vorwerfen zu wollen. Geduld ist ihre Sache nicht. „Ich bin jemand, der etwas anpacken und umsetzen möchte.“

Starkes Vereinsleben

Weiter geht es in Richtung des Heimathauses – entlang der Straße Am Kirchplatz und am Postgebäude. „Dieser Komplex hier im Ortszentrum macht keinen guten Eindruck“, kommentiert Brunemund-Rumker. Was fehlt ihr im Zentrum? Zum Beispiel ein Café, eine Drogerie nach der Schlecker-Insolvenz sicherlich.

Halt beim Heimathaus – ein „Aushängeschild“ für die Gemeinde. Die Entwicklung sei hier sehr erfreulich. „Dass hier nun der Weihnachtsmarkt veranstaltet wird, ist eine tolle Geschichte.“ Auch der Bauernmarkt, der in seine dritte Auflage geht, sei „Eigenwerbung“. Ob Brotbacktage oder Museum – vieles lebe vom ehrenamtlichen Engagement. „Ehrenamt und Vereinsleben sind sehr stark ausgeprägt in Bösel. Darum beneiden uns viele Kommunen im Umland.“

Auf der Overlaher Straße geht es zurück Richtung Ortsmitte. „Dass hier etwas passieren muss, ist unstrittig“, sagt Annegret Brunemund-Rumker mit Blick auf die Kreuzung. „Mir persönlich wäre ein kleiner Kreisel lieb.“ Eine Ampel wäre die Alternative.

Links Richtung Petersdorf. Schon vor dem Ortsschild steht eine unansehnliche Gewerbehalle mit Brettern vor den Fenstern. Brunemund-Rumker: „Das ist ein Schandfleck, der schon Jahre dort steht.“ Die Wohnbauentwicklung dagegen sei für Petersdorf auf einem guten Weg. Was in Petersdorf aber fehle, sei ein Ort für größere Veranstaltungen. Dafür einen Betreiber zu finden, wäre ein Anreiz für die Kandidatin.

Zurück Richtung Bösel, links ab auf die Jägerstraße, weiter links auf die Glaßdorfer Straße. „Wie sich ,fm’ aus kleinsten Anfängen entwickelt hat, ist schon super.“

„Muss auf Zack sein“

Halt an der Franz-Meyer-Straße am Baugebiet Glaßdorfer Straße. „Viel zu gucken gibt es hier noch nicht“, sagt Annegret Brunemund-Rumker mit einem Schmunzeln. „Das ist mit die größte Fläche, die wir in Bösel für Gewerbetreibende anbieten können. Eine Firma hat sich hier angesiedelt. Mehr leider noch nicht.“ Auch hier der Wunsch der unabhängigen Bürgermeisterkandidatin, mehr Geschwindigkeit aufzunehmen. „Ich wäre gerne die Ansprechpartnerin für Firmenansiedlungen.“ Konkurrenzfähig zu sein auch gegenüber umliegenden Kommunen ist ihr Ziel. „Dafür muss man auf Zack sein.“ Das will sie, wenn sie am 16. Februar gewählt würde.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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