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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

In reichlich Konsens mischt sich Kritik

20.08.2016

Barßel Viele Gemeinsamkeiten und Differenzen im Detail: So präsentierten sich am Donnerstagabend die Kandidaten für die Kommunalwahl auf der Podiumsdiskussion, zu der die Kolpingsfamilie Barßel in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung ins Pfarrheim eingeladen hatte. Hans Geesen (CDU), Ursula Nüdling (SPD), Josef Wagner (Bürgerfraktion), Joachim Dahlke (FDP) und Manfred Lorentschat (Bündnis 90/Die Grünen) standen Rede und Antwort. Moderiert wurde die rund zweistündige und sehr gut besuchte Diskussionsrunde von Carsten Bickschlag, Leiter der NWZ -Redaktion in Friesoythe. Bickschlag gab die Themenbereiche vor.

30 km/h im Ort

Einer großen Bedeutung maßen alle Kandidaten der Ortsentwicklung zu. Nüdling verwies auf den gebildeten Arbeitskreis, der sich mit der Entwicklung der Ortschaft auseinandersetze. Wichtig sei, mit allen Beteiligten im Gespräch zu sein. Dahlke brachte eine Quartiersinitiative ins Spiel. Nur noch 30 Stundenkilometer in der Ortschaft zu erlauben, wäre ein erster Schritt für die Entwicklung der Ortschaft, sagte Manfred Lorentschat: „Der Wille dafür muss nur da sein.“

Große Lastwagen aus dem Ort heraushaben möchte Josef Wagner. Er sprach sich auch dafür aus, Jungunternehmer stärker zu fördern, um dem Leerstand zu begegnen. Eine Nachnutzung der kleinen leerstehenden Geschäfte sei schwierig, gab Hans Geesen zu bedenken. Gegen den Leerstand müsse man Ideen entwickeln. Hier wünschte er sich mehr Engagement von Seiten des Handels- und Gewerbevereins.

In puncto Verkehr ist Geesen überzeugt, dass Barßel „einen Verkehrsinfarkt“ erleben werde. Das sei mit Tempo 30 nicht gelöst. Man müsse über alternative Straßenführungen nachdenken.

Wenig Diskussionsbedarf sahen die Kontrahenten beim Thema Schuldenstand. „Die Gemeinde Barßel muss Geld in die Hand nehmen, um sich zu entwickeln“, sagte Geesen. In Schulen, Hallenbad sei zukunftsweisend investiert worden, so Nüdling. Vor „finanziellen Abenteuern“ warnte indes Wagner.

Tourismus stärken

Um den Tourismus weiter zu stärken, plädierte Lorentschat dafür, Radwege und Wanderwege auszubauen. Wohnmobilstellplätze fehlten. Zudem solle man die Zusammenarbeit mit dem Ammerland und Ostfriesland suchen. Auch in Richtung Niederlande solle man „den Anker werfen“.

„Stark ausbauen“ könne man die touristischen Angebote, urteilte Geesen. Er brachte einen Zeltplatz für die Jugend ins Spiel. Auch ein Hotel könnte den Tourismus beleben. Die Entwicklungen am Harkebrügger See mit der Errichtung von Ferienhäusern sieht Geesen als „tolle Sache“ – anders als Lorentschat, der Kritik an den Plänen äußerte. Auch Nüdling sieht noch „viel Potenzial“. Sie bezeichnete die touristische Nutzung des Elisabethfehnkanals als große Chance.

Wagner („Der Tourismus ist ein Highlight. Man muss nur die richtigen Akzente setzen.“) setzt auf neue Anlaufpunkte für Touristen am Kanal. In Bezug auf die Finanzierungslücke bei der Übernahme der Schleuse Osterhausen wollten die Kommunalpolitiker Bund und Landkreis nicht aus der Pflicht lassen.

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Abstände zwischen den Windrädern größer gewesen werden“, sagte Nüdling auf den geplanten Windpark Kammersand, für den sich der Gemeinderat mehrheitlich ausgesprochen hatte, angesprochen. Wagner mahnte, nach den genehmigten sechs Windrädern „nicht in Energiewahnsinn“ zu verfallen.

Dahlke monierte fehlende Stromleitungen zum Abtransport der Energie. Geesen verwies darauf, dass in Kammersand ein Bürgerwindpark entstehe. Die Windparkplanungen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Detern hingegen bewertete er als kritisch.

„Wir sind für erneuerbare Energien“, sagte Lorentschat im Namen seiner Partei, „aber nicht so, wie es hier gelaufen ist.“ Die Bürger hätten sich dagegen ausgesprochen.

„Schneller reagieren“ müsse die Gemeinde hingegen bei der Ansiedlung von Gewerbe, sagte Geesen. Man hätte schon früher Geld für Flächenankauf in die Hand nehmen müssen, sagte Wagner. Er wie Nüdling monierten, dass die CDU eine Erweiterung am III. Hüllenweg verhindert habe. Nüdling: „Insgesamt sind wir aber gut aufgestellt, die Gemeinde ist ständig in Verhandlungen.“ Lorentschat bezweifelte mit Blick auf das Angebot im gesamten Kreisgebiet, dass neue Gewerbeflächen überhaupt notwendig seien.

Polizei aufstocken

Die fehlende Polizeipräsenz in Barßel und der Abzug eines Rettungswagens beschäftigte einen Besucher: Die Kommunalpolitiker versprachen, sich in beiden Gebieten für eine Verbesserung einsetzen und Druck machen zu wollen. In Bezug auf den Rettungsdienst seien gerade Gespräche geführt worden, verriet Nüdling.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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