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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Ausschuss: Keine weitere Stelle für Schulsozialarbeit

29.11.2014

Friesoythe In Sachen Schulsozialarbeit steckt die Stadt Friesoythe in einem Dilemma. Der Bedarf an sozialpädagogischen Fachkräften an allen Schulen der Kommune steigt, doch es fehlt an finanziellen Mitteln. Derzeit stehen zwei Beschäftige des Caritas-Sozialwerkes zur Verfügung, die 1,5 Stellen ausfüllen. Im Rahmen des Bildungspaketes des Bundes stand bislang auch ein Budget zur Verfügung, das diese Stellen großzügig mitfinanzierte. Dieses Geld gibt es jetzt nicht mehr. Das Land Niedersachsen wird zudem erst 2016 über ein neues Konzept entscheiden. Es entsteht also eine Finanzierungslücke von einem Jahr.

Für die Stadt Friesoythe steht bereits fest, dass die Schulsozialarbeit auch 2015 in der bisherigen Form weitergeführt werden soll. Doch während die Fachkräfte bislang vornehmlich in der Oberschule und Realschule eingesetzt wurden, fordern jetzt die Grundschulen einen höheren Anteil ein. Daher hatte der Schulausschuss auf seiner jüngsten Sitzung zu beraten, ob eine weitere halbe Stelle auf Kosten der Stadt Friesoythe eingerichtet werden soll. Zumindest für ein Jahr. Bis das Land das neue Bildungskonzept präsentiert. Zusätzliche Kosten für die Stadt: rund 30 000 Euro.

Bürgermeister Sven Stratmann (SPD) hatte dazu eine ganz klare Meinung. Er lehnt das Vorhaben ab: „Hier ist das Land in der Pflicht. Die Einrichtung und Finanzierung einer zusätzlichen Stelle ist Landesaufgabe.“ Das sah auch Andreas Moorkamp (CDU) so. „Wenn das Land sieht, dass wir die Finanzierung auch selber stemmen können, wäre das fatal. Die Schulleiter müssen sich für ein Jahr am Riemen reißen“, forderte er Geduld ein. Diese erhoffte sich auch Karl-Heinz Krone (CDU) von Schulen. „Dieses Jahr müssen wir da durch. Lasst uns erst das Konzept des Landes abwarten“, so Krone. Grundsätzlich sei die Schulsozialarbeit unbestritten, ergänzte Hildegard Kuhlen (CDU). Die Stadt sollte aber nicht Landesaufgaben übernehmen. Sie appellierte an die Lehrer, sich zusammenzusetzen, um die vorhandenen Stunden nach dem tatsächlichen Bedarf aufzuteilen.

„Wir können nicht ein Jahr warten. Der Bedarf ist da. Die zusätzliche Stelle ist unbedingt notwendig“, sagte hingegen Franz Kröger, als Lehrervertreter stimmberechtigtes Mitglied im Ausschuss. „Ich könnte auch sehr wohl damit leben, eine halbe Kraft auf Stadtkosten zu installieren“, sagte Günter Witte (SPD). Es wäre ja nur für ein Jahr und lasse das Land nicht aus seiner Pflicht. Das sah Marlene Altevers genauso und war auch dafür, Geld in die Hand zu nehmen. Schließlich sei „Schule nicht nur Bildungsarbeit, sondern auch Erziehungsarbeit“.

Am Ende setzte sich die CDU-Mehrheit im Ausschuss durch. Mit acht zu sieben Stimmen wurde gegen eine zusätzliche halbe Stelle votiert.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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