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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Wirtschaftsbetriebe: „Klärungsbedarf ist immens“

09.02.2016

Friesoythe „Es liegt noch kein endgültig geprüfter Jahresabschluss vor. Damit stellt sich die Frage der Entlastung noch gar nicht“, bestätigte Heidrun Hamjediers, seit April 2015 Geschäftsführerin der Wirtschaftsbetriebe Friesoythe (Wibef), die Berichterstattung der NWZ  am Sonnabend. In dem Artikel wurde berichtet, dass der ehemalige Wibef-Geschäftsführer Dirk Vorlauf für das Geschäftsjahr 2014 noch immer nicht entlastet worden sei, da es in den Geschäftsbüchern zu viele Unklarheiten geben soll. Das hätten auch zwei unabhängige Wirtschaftsprüfer so festgestellt.

Hamjediers sagte dazu so viel: „Dass es immer noch keinen Jahresabschluss gibt, ist ungewöhnlich lange und bedeutet, dass es einen ganz immensen Klärungsbedarf gibt.“ Nach NWZ -Informationen geht es bei den Unklarheiten auch um eine mögliche Insolvenzverschleppung, auch solle geprüft werden, ob gegen den Ex-Geschäftsführer Haftungsansprüche geltend gemacht werden könnten. Zu diesen Punkten wollte Hamjediers allerdings keinen Kommentar abgeben.

Wirtschaftsbetriebe Friesoythe

Die Stadt Friesoythe hat im Zuge des Rathausneubaus 2002 die Friesoyther Stadtentwicklung GmbH (kurz: Frieseg) ins Leben gerufen. Das Unternehmen hat die Liegenschaften des Rathauses Friesoythe übernommen, einen Erweiterungsbau errichtet sowie die vorhandene Bausubstanz saniert. Drei Millionen Euro wurden damals investiert. Die Liegenschaften sind an die Stadt Friesoythe vermietet. Daneben errichtete die Gesellschaft im Treuhandverfahren das Feuerwehrhaus in Altenoythe. 2010 und 2011 hat die Frieseg zudem Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden errichtet.

Das 100-prozentige Tochterunternehmen wurde 2013 in Wirtschaftsbetriebe Friesoythe GmbH (Wibef) umfirmiert. Die Aufgaben wurden um die Abwicklung des Aquaferrums, der Betätigung im Bereich der Stromerzeugung sowie die 6,3-Millionen-Euro-Beteiligung an der Kommunalen Netzbeteiligung Nordwest (KNN) erweitert. Die Wibef hat Verbindlichkeiten in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro.

Dirk Vorlauf selbst zeigte sich wie berichtet am Freitag im NWZ -Gespräch überrascht vom Ergebnis der Wirtschaftsprüfer. Mit ihm habe bislang keiner darüber gesprochen. Hätte man ihn gefragt, so Vorlauf, hätte er gerne zur Klärung beigetragen. Das hätte er ja tun können, entgegnet in diesem Zusammenhang Hamjediers, schließlich sei er zur vorletzten Gesellschafterversammlung eingeladen worden – nur sei er nicht gekommen.

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Zahlreiche Projekte werden über die Wibef abgewickelt (siehe Info-Kasten). Das Unternehmen drückt derzeit eine Schuldenlast von rund 12,5 Millionen Euro. Kritiker bezeichnen die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe als „Schattenwirtschaft“ und fordern die Auflösung. Soweit möchte Hamjediers aber nicht gehen. Solch ein Konstrukt sei durchaus üblich. Allerdings sei die Wibef für die Bevölkerung überhaupt nicht transparent, da sich alles im nichtöffentlichen Raum abspiele. Dabei hätten die Bürger ein Recht auf Information, da es um die Verwendung von Steuergeldern gehe. Daher fände sie es gut, wenn zum Beispiel in einem öffentlich tagenden Fachausschuss regelmäßig berichtet werden könnte.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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