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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Kreisel und Kunst vereinen sich

01.03.2013

Friesoythe Die Stadt Friesoythe hat Gefallen am Bau von Kreisverkehrsplätzen gefunden. Das Verkehrskonzept ist auch erfolgreich. Viele Knotenpunkte, die oftmals lange Staus verursachten, konnten so gelöst werden. Die vorerst letzten beiden Kreisverkehrsplätze „Ellerbrocker Straße/Abfahrt B 72 Ost“ und „Moorstraße/Ellerbrocker Straße/Thüler Straße/Am Alten Hafen“ sind seit einiger Zeit fertiggestellt. Was fehlt, ist die Gestaltung der Innenflächen.

Zwei Konzepte wurden am Mittwochabend auf der Sitzung des Straßen-, Wege- und Kanalisationsausschusses der Stadt Friesoythe im Rathaus am Stadtpark vorgestellt. Beim Kreisel an der B 72 soll ein Entwurf von Barbara Meichsner-Drobinski umgesetzt werden. Die Künstlerin gewann vor einem Jahr einen Ideenwettbewerb, den die Stadt Friesoythe initiiert hatte. Ihr Vorschlag beinhaltet vier flügelähnliche, rostansetzende Stahlbleche, die rund sechs bis sieben Meter hoch sind. Bei Dunkelheit sollen die Objekte von innen indirekt beleuchtet werden. Das Kunstwerk solle das „allmähliche Ankommen in der Stadt“ symbolisieren. Der Entwurf wurde damals von einer Jury als „markant und dennoch in Ausmaß und Umfang nicht zu monumental und gegenständlich“ bezeichnet. Geschätzte Kosten: 45 000 Euro.

Auf dem zweiten Kreisverkehrsplatz stadteinwärts soll eine Brunnenanlage mit Naturgroßsteinpflastern den Mittelpunkt zieren. Als Umrandung sind eine niedrige Hecke sowie vier schmiedeeiserne Gitter geplant. Die Eisenzäune könnten auf dem nächsten Eisenfest direkt vor Ort entstehen, wurde auf der Sitzung angeregt. Geschätzte Kosten dieser Gestaltung: 48 000 Euro.

Ein Problem wird die Finanzierung dieser Projekte darstellen. Denn im Haushalt 2013 sind pro Kreisverkehrsplatz 20 000 Euro eingestellt. Die hier vorgestellten Entwürfe kosten insgesamt rund 93 000 Euro. Die Finanzierungslücke von 53 000 Euro soll durch einzuwerbende Spenden bereitgestellt werden, schlägt die Stadtverwaltung vor.

SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter gab zu bedenken, dass in einigen Bundesländern Kunst im Kreisel verboten sei, da dadurch Verkehrsteilnehmer abgelenkt werden könnten. Das müsste seitens der Stadt unbedingt geprüft werden. Daher werde sich die SPD-Fraktion bei der Abstimmung zunächst enthalten. Die CDU-Ratsmitglieder sprachen sich geschlossen dafür aus, nach Sicherstellung der Finanzierung die beiden Gestaltungsentwürfe umzusetzen.

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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