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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

MAHNMAL: Kriegsopferliste: Kopie gefunden

16.08.2008

CLOPPENBURG Es sollte ein „steinernes Zeichen des Lebens“ sein. Das von dem Cloppenburger Bildhauer Paul Dierkes geschaffene Friedensmahnmal am Pingel Anton war ausdrücklich allen Opfern des Krieges gewidmet – ohne Rücksicht auf nationalistische Heldenverehrung. Allerdings schienen die Namen der Cloppenburger Kriegsopfer verloren, als eingesickertes Wasser die in einer Metallkassette verwahrte Liste im Grundstein der Säule völlig durchnässt hatte.

Jetzt sieht es so aus, als könnte eine neue Liste mit den 1034 Opfernamen des Ersten und Zweiten Weltkrieges erstellt werden, ergänzt um die ermordeten jüdischen Mitbürger, die in der Vorlage nicht aufgeführt sind. Der pensionierte Studienrat Karl Sieverding aus Cloppenburg hat während eines Kuraufenthaltes in alten Akten der Stadtverwaltung gestöbert und ist dabei auf eine Rohfassung der Namenslisten für den Grundstein gestoßen. Auf die Schriftstücke war Sieverding bei seiner gemeinsamen Arbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Stadtarchiv/Stadtgeschichte des Heimatvereins Cloppenburg gestoßen.

Die wiedergefundene Listen nennen 310 Namen von Opfern des 1. Weltkrieges und 724 des 2. Weltkrieges. Nach Angaben von Sieverding enthalten die Aufzeichnungen auch die Namen jener Cloppenburger, die bei dem Bombenangriff am 10. April 1945 ums Leben kamen, und der Vertriebenen, die ihr Ziel Cloppenburg nie erreichten.

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Die aus der Stadt stammenden Juden, die ermordet wurden, fehlen zwar auf den Seiten. Doch die Familien und ihr Schicksal sind lückenlos in anderen Veröffentlichungen dokumentiert, so dass sie problemlos hinzugefügt werden können. Damit wäre es zum ersten Mal seit Jahren wieder möglich, alle Cloppenburger Opfer der beiden Kriege und des Nationalsozialismus gemeinsam aufzuführen und ihrer zu gedenken. Sieverding sieht darin auch eine Chance, die ursprüngliche Bedeutung des Friedensmahnmals von Paul Dierkes wiederherzustellen.

Das Denkmal war am 28. April 1968 in einer eindrucksvollen Feierstunde an der Bahnhofstraße unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit eingeweiht worden, nachdem zuvor das alte Kriegerehrenmal entfernt worden war. Die Skulptur sollte einen rund 20 Jahre dauernden Streit um ein angemessenes Denkmal für die Opfer der beiden Kriege beenden.

Die Debatte um das Gedenken an die Opfer des Krieges flackerte 2005 in Cloppenburg neu auf, als der Arbeitskreis „Flucht und Vertreibung“ sich auch für ein Vertriebenendenkmal in der Kreisstadt stark machte. „Die Meinungen im Stadtrat und in der Öffentlichkeit waren äußerst zwiespältig“, so Sieverding, „da erinnerten sich der Denkmalsausschuss-Vorsitzende von 1968, Alwin Bergmann, und der damalige stellvertretende Stadtdirektor Georg Barklage daran, dass auch die Opfer von Flucht und Vertreibung in der Opferliste, die 1968 in einer Kassette in den Sockel eingemauert wurde, aufgeführt waren.“ Bei der Öffnung der Kassette stellte man allerdings fest, dass die Opferliste vollständig zerbröselt war und die laut eines damaligen Zeitungsberichts im Rathaus deponierte Zweitfassung dort nicht auffindbar war. Nun kann sie wieder hergestellt werden.

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