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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Kein Fehler beim Landkreis Cloppenburg“

23.11.2019

Landkreis Cloppenburg Mit aller Vehemenz hat sich am Donnerstag Erster Kreisrat Ludger Frische im Sozialausschuss des Kreistags gegen den Eindruck gewehrt, im Falle der Tuberkuloseerkrankungen auf Schlachthöfen und zuletzt Anfang Oktober bei einem Fußballspieler von BW Galgenmoor sei es zu Fehleinschätzungen seitens der Kreisverwaltung gekommen.

NWZ-Spezial: Tuberkulose-Fälle in Schlachthöfen

Das Thema war durch einen Antrag der Gruppe Grüne/UWG auf die Tagesordnung gekommen. Diese wollten einige Fragen zum aktuellen Stand und zu Vorsichtsmaßnahmen geklärt haben. „Ich weise es entschieden zurück, dass durch die Anträge hier impliziert wird, dass es zu Fehleinschätzung bei unserer Behörde gekommen ist“, so Frische. Vielmehr müsse die Behörde sich an Empfehlungen halten – beispielsweise an eine Umgebungsuntersuchung und eine Leitlinie.

Der Landkreis stellt in seiner Stellungnahme zu den Tuberkulose-Fällen klar, dass 2018/2019 bei insgesamt zwölf Arbeitern auf Schlachthöfen im Landkreis Tuberkulose diagnostiziert worden sei. Der überwiegende Teil sei bereits erkrankt eingereist. In zwei Fällen konnte der Übertragungsweg nicht dargestellt werden. Insgesamt 130 Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes hätten sich bis heute auf Tuberkulose testen lassen, fünf Personen wurden davon positiv getestet.

Bei ihnen wurde eine latente Tuberkulose diagnostiziert. Der Kontakt mit Erreger könne auch überall außerhalb des Schlachthofes erfolgt sein und schon Jahre zurückliegen. Die Mitarbeiter wurden informiert, es wurde eine Kontrolle beim Lungenfacharzt empfohlen, teilt die Kreisverwaltung mit.

Die Fraktion hatte auch gefragt, welche Konsequenzen der Landkreis aus seiner „Fehleinschätzung“ gezogen habe, dass Landkreismitarbeiter sich nicht angesteckt haben könnten. Auch in den schriftlichen Ausführungen stellt die Behörde dar, dass es keine Fehleinschätzung gegeben habe. Die Mitarbeiter des Landkreises erfüllten keines der Kriterien, die mit einem erhöhten Infektionsrisiko von Tuberkulose einhergingen, so die Kreisverwaltung. Dass die Mitarbeiter vom Betriebsarzt untersucht wurden, wird mit der „öffentlich ausgetragenen Unruhe“ und der Fürsorgepflicht begründet.

Die Gruppe wollte außerdem wissen, ob eine Einstellungsuntersuchung für Personen in der Lebensmittelproduktion nicht besser wäre, anstatt nur ein Gesundheitszeugnis zu fordern. Eine standardisierte betriebsmedizinische Überprüfung auf Tuberkulose sei aus fachlicher Sicht nicht sinnvoll und werde vom Landkreis als nicht umsetzbar beurteilt. Laut Landkreis gibt es keine präventiven Maßnahmen bis auf die Information der Bevölkerung. Nach Auskunft des niedersächsischen Gesundheitsamtes konnte bis dato keine Strategie für den Umgang mit Tuberkulose erarbeitet werden.

UWG/Grüne hatten auch den Stand nach der Infektion eines Fußballers Anfang Oktober abgefragt. Der 21-Jährige aus dem Sudan war im Juni 2018 eingereist und soll sich laut Landkreis auf der Flucht oder im Heimatland latent infiziert haben, die Erkrankung brach dann hier aus. Er ist nicht mehr infektiös, 50 Personen aus seinem Umfeld sollten untersucht werden. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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