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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Schmücker war jüngster Abgeordneter in Bonn

09.11.2019

Löningen /Bonn Als damals jüngster Abgeordneter zog er 1949 für die CDU in den Deutschen Bundestag ein. Er wurde ein Verfechter der sozialen Marktwirtschaft, war Wirtschaftsminister unter Ludwig Erhard und Finanzminister unter Kanzler Kurt Kiesinger: Die Rede ist von Kurt Schmücker, der vor 100 Jahren, am 10. November, in Löningen geboren wurde.

Schmückers Eltern – Friedrich und Gertrud – betrieben eine Druckerei und eine Lebensmittelhandlung. In Friedrich Schmückers Verlag und Druckerei erschien die Zeitung „Löninger Volksblatt“, ein zentrumsnahes Blatt. Friedrich Schmücker war der Chefredakteur.

Kurt Schmücker besuchte das Realgymnasium in Löningen, absolvierte eine Buchdruckerlehre und anschließend ein Redaktionsvolontariat bei den in Oldenburg erscheinenden „Nachrichten für Stadt und Land“. Mit 17 Jahren war er 1937 in die NSDAP eingetreten. Im 2. Weltkrieg war Schmücker Soldat, als Funker bei der Kriegsmarine.

Nach dem Krieg trat Schmücker 1946 in die CDU ein und zählte auch zu den Gründungsmitgliedern der Jungen Union. Er zog 1949 über die Landesliste in den Bundestag ein. Ab 1952 und bis zur Wahl 1969 gewann er den Wahlkreis Vechta-Cloppenburg (ab 1965 Cloppenburg) direkt. 1961 gar mit dem Rekordergebnis von 81,9 Prozent der Erststimmen. Schmücker zählte zu den Gründern des Diskussionskreises Mittelstand in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (1953), 1956 zu den Initiatoren der Mittelstandsvereinigung, die er bis 1970 leitete. 1963 wurde der Erhardianer Wirtschaftsminister unter Kanzler Ludwig Erhard, 1966 Schatzminister (Finanzminister) unter Bundeskanzler Kurt Kiesinger. Zu seinen Verdiensten gehört die Erarbeitung des Stabilitätsgesetzes, es sollte Wirtschaftswachstum ohne größere Konjunkturschwankungen bewirken. Das Gesetz wurde dann von dem sozialdemokratischen Wirtschaftsminister Karl Schiller 1967 verabschiedet. In seine Amtszeit fiel die Gründung der Stiftung Warentest und die Einrichtung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“).

1972 trat Schmücker im Wahlkreis Cloppenburg nicht mehr als Kandidat für den Bundestag an. Sein Nachfolger wurde der damals 29-jährige Manfred Carstens. Schmücker engagierte sich aber fortan in seiner Heimatstadt Löningen und wurde dort ehrenamtlicher Bürgermeister. Er blieb es bis 1986 und wurde zum Ehrenbürgermeister ernannt. Die Ehrendoktorwürde (Dr. phil oec. h. c.) verlieh ihm die philippinische Privatuniversität von San Carlos, Cebu City.

Kurt Schmücker starb am 6. Januar 1996. Er erhielt ein Staatsbegräbnis. Begraben wurde Schmücker in Löningen. Ein Platz in seiner Heimatstadt trägt seinen Namen und erinnert an den Christdemokraten.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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