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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Zuschuss für vegetarische Speisen

26.08.2019

Löningen Die Gruppe Grüne/Linke im Löninger Stadtrat hat einen Antrag eingereicht, wonach die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein in Erfahrung bringen soll, inwieweit in öffentlichen und betrieblichen Kantinen sowie in der hiesigen Gastronomie vegetarische und fleischfreie Angebote angeboten werden, um anschließend über Fördermöglichkeiten zur gegebenenfalls notwendigen Erweiterung des Angebots zu beraten.

Im Bereich der Schulspeisung und der Betriebskantinen sollte zuallererst eine Bestandsaufnahme erfolgen. Geprüft werden soll ein „Speisekartenzuschuss“ für jedes vegetarisch oder vegan ausgelobte Hauptgericht auf der Karte eines Gastronomiebetriebs.

Die Idee kam dem Ratsmitglied Tom Dobrowolski (Linke) in seinem eigenen alltäglichen Umgang mit Fleisch: „Ich hatte mir für 2019 vorgenommen, mich vegetarisch zu ernähren. Es ging mir dabei nicht darum, andere zu belehren oder Viel-Fleisch-Esser vorführen zu wollen. Ich selbst habe bis zum jetzigen Zeitpunkt auch Ausnahmen gemacht. So wollte ich durch meine Ernährungsgewohnheiten nicht im Mittelpunkt stehen, wenn wir in der Nachbarschaft beim „Maibaumsetzen“ nur eine Bratwurst vom Metzger um die Ecke auf den Grill legen. Ich habe auch Wild gegessen vom Jäger meines Vertrauens. Da geht es dann um Genuss. Ich konnte meinen Fleischkonsum um 95 Prozent reduzieren und weiß jetzt, dass dies ohne große Einschränkungen möglich ist, wenn man darauf achtet.“

 Laut aktueller Studien gehen immer mehr Schulkinder hungrig in die Schule, weil sich gerade einkommensschwächere Familie eine ausgewogene Ernährung und vollwertige Mahlzeiten ihrer Kinder nicht leisten können. „Das ist ein Skandal“, sagt Dobrowolski: „Daher wollen wir auch im Bereich der Schulspeisung prüfen, ob bereits heute allen Aspekten einer ausgewogenen und gesunden Ernährung für die Jüngsten Rechnung getragen wird.“

Linke und Grüne wollen das Fleischessen auch in ein anderes Bewusstsein rücken. Es geht nicht um Verzicht – es geht um ein gesundes Maß, sagen sie. Aktuell verzehre jeder Deutsche pro Woche mehr als ein Kilogramm Fleisch – trotz zehn Millionen Vegetariern und Veganern, vielen Rentnern und Kindern, sagt Dobrowolski. Das führe genauso zu einer Mangelernährung wie der unüberlegte komplette Verzicht auf tierische Produkte und könne langfristig bei mangelnder Bewegung zu gesundheitlichen Problemen führen.

Schwierigkeiten bekomme man auf dem Land und auch in Löningen, wenn man ins Restaurant oder in den Imbiss gehe. Fleischfreie Gerichten (falls vorhanden) würden fast nie separat aufgelistet. Es gebe auf dem Land auch keinen Falaffel-Döner, obwohl die Nachfrage groß sei. Das habe unlängst sogar ein Mitarbeiter eines Imbisses bestätigt, so Dobrowolski weiter.

„Auf dem Land braucht eben alles etwas länger, so zumindest das Klischee, daher können wir als ehrenamtliche Mandatsträger nur versuchen, nachhaltige Entwicklungen zu unterstützen und selbst Vorbild sein“, sagt Dobrowolski.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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