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Sicherheit: Minister gibt grünes Licht für Veränderung

12.03.2015

Friesoythe Sein kriminalistisches Gespür hat Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann nicht getäuscht. Der ehemalige Polizeibeamte ging beim jüngsten Besuch von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Friesoyther Rathaus davon aus, dass dieser positive Nachrichten mitbringen würde. Und das tat der: Das Niedersächsische Innenministerium habe „gerne und aus fachlicher Überzeugung“ das Ansinnen von Günther Schell, Leiter der Polizeidirektion Cloppenburg/Vechta, und Polizeipräsident Johann Kühme unterstützt, die bisherige Polizeistation Friesoythe zu einem Polizeikommissariat aufzuwerten.

Pistorius sagte im Beisein auch der vier Nordkreis-Bürgermeister – neben Stratmann Hermann Block (Bösel), Hubert Frye (Saterland) und Nils Anhuth (Barßel): „Die Entscheidung ist uns nicht schwer gefallen.“ Sie sei folgerichtig schon aus der Entwicklung der Bevölkerungszahlen heraus und der notwendigen Versorgung der Bevölkerung.

Polizeipräsident Johann Kühme sagte, es gehe nicht darum, ein Schild auszutauschen, sondern um wesentliche strukturelle Veränderungen, die mehr Präsenz der Polizei im Nordkreis zur Folge hätten. Die Größe des Landkreises rechtfertige die Entscheidung. Mehrere Kommissariate gebe es bereits in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Friesland. Im Oldenburger Münsterland gibt es dann mit Friesoythe, Cloppenburg und Vechta drei Kommissariate.

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Günter Schell, Leitender Polizeidirektor und Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, sagte, in Friesoythe mit derzeit 22 Einsatzkräften würden künftig mehr als 30 Kräfte tätig sei. Die Leitung wird zunächst bei Heinz Niemann liegen, der bislang auch die Polizeistation führte. Allerdings wird schon recht bald ein Nachfolger benannt werden müssen, denn Niemann geht zum 31. Januar 2016 in Pension. Zu seinem Stellvertreter wird Wolfgang Derke, bisheriger Polizeistationsleiter in Barßel, benannt. Bis zum 1. Oktober sollen die Änderungen umgesetzt sein.

Schell lobte, der gesamte Nordkreis werde durch die Umwandlung gestärkt. Das künftige Kommissariat werde die „größtmögliche Eigenverantwortung“ in der Bearbeitung der Fälle erhalten. Zudem könnte das Personal effektiver eingesetzt werden.

Bislang hätten Kollegen im Nordkreis teils länger als zumutbar auf Unterstützung warten müssen, bemängelt Schell. Zudem sei die Zuständigkeit nicht klar geregelt gewesen. Noch keine Lösung konnte Schell für das bevorstehende Platzproblem präsentieren. „Langfristig werden wir im Bestand nicht genügend Platz haben.“ Derzeit werde eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erstellt.

Friesoythe wird damit künftig rund um die Uhr besetzt sein. Präsenz in der Fläche zeigen soll der Nacht- und Wochenenddienst, indem Streifen „auf Achse“ seien. Auch Innenminister Pistorius sagte, Sicherheit werde nicht gewährleistet durch Stationen, die von 9 bis 17 Uhr besetzt seien.

Die Anforderungen an die Polizei seien deutlich gestiegen, sagte Innenminister Pistorius zur grundsätzlichen Bedeutung der Polizeiarbeit. Vorhandene Ressourcen müssten effektiver eingesetzt werden.

Polizisten sollten freigestellt werden von Arbeiten, die nicht zwingend sie erledigen müssen, etwa die Begleitung von Schwertransporten, die von Sicherheitsdiensten übernommen werden könnten. Auch die Anordnung von Blutproben nach Alkoholfahrten könnte nach Meinung des Innenministers entfallen, weil Atemalkoholmessgeräte heute sehr präzise arbeiteten.

Als „richtige und wichtige Entscheidung“, die „gut nachvollziehbar“ sei, bezeichnete Landrat Johann Wimberg die Aufwertung der Polizeistation. Auch Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann bedankte sich für die Entscheidung und sprach von einer Stärkung Friesoythes und des Nordkreises.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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