• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Lücker: Das Christsein tagtäglich leben

17.12.2018

Molbergen Mehr als 100 Molberger Senioren kamen zur Adventsfeier, zu der die Organisatoren um Rita Bäker neben Dechant Hermann-Josef Lücker auch den Shanty-Chor Molbergen eingeladen hatte. Lücker, von 1996 bis 2000 als Kaplan in Molbergen und den meisten Besuchern kein Unbekannter, rief dazu auf, die Adventszeit als Zeit des Wartens und der Besinnung zu nutzen. Zudem bezeichnete er die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland für Christen als eine Verpflichtung. „Wir können nicht sagen: Vor Gott sind alle Menschen gleich, wenn wir hier anders handeln.“

Lücker beklagte in seinen adventlichen Gedanken die Neigung, nicht mehr warten zu können. Spekulatius im September, Weihnachtsbäume im November und am 2. Weihnachtstag wird die ganze Deko abgeräumt. Aber alles habe seine Zeit. „Menschen brauchen Besinnung. Der Dezember, die Adventszeit, sei eigentlich die Zeit der Besinnung, die Zeit des Wartens auf die Ankunft Christi“, so Lücker. Christus sei in einem Provinznest, nicht in einer Metropole geboren worden. „Das hätte auch Grönheim sein können“, meinte Lücker ein wenig scherzhaft. „Gott möchte in uns geboren werden und durch uns die Welt verändern“, so der Theologe.

Wenn wir wirklich als Christ leben möchten, seien wir auch in der Flüchtlingsdiskussion gefordert. „Das christliche Weltbild ist eine Verpflichtung. Wenn wir es nicht schaffen, die Flüchtlinge aufzunehmen, wer soll es dann schaffen?“ Wir seien reich. „Dass es schwarze Schafe unter den Flüchtlingen gibt, wer weiß das nicht. Die gibt es in jeder Familie. Ich bin es in meiner Familie. Privat an der Theke oder in der großen Politik – da ist genug Geld da. Wenn jeder etwas tut, sieht die Welt anders aus. Das meint Weihnachten“, mahnte Dechant Lücker.

Ein paar Tipps, die Adventszeit zu gestalten, hatte der Visbeker Pfarrer auch noch mitgebracht. So regte er an, jeder möge am Tag ein paar Minuten Stille halten, jeder möge einfacher, bewusster leben. Der Plastikmüll zum Beispiel zwinge jeden zum Handeln. Man solle Alte und Kranke nicht vergessen, man solle die Gottesdienste nicht vernachlässigen, Überflüssiges streichen, über sich selbst kritisch reflektieren, man solle sich Zeit nehmen für Freunde und Verwandte und anderen eine kleine Freude machen und auf Worte, die andere verletzen, verzichten. Zum Schluss forderte Dechant Hermann-Josef Lücker eindringlich dazu auf, das Christsein tagtäglich zu leben.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.