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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Krasse Niederlage für die CDU“

18.06.2019

Molbergen Die Stichwahl um den Chefsessel im Molberger Rathaus endete am Sonntag mit einem Kracher: Witali Kurz setzte sich mit knapp 60 Prozent gegen seine CDU-Widersacherin Imke Märkl durch. Am 1. November wird er sein Amt antreten. Bis dahin wickelt Noch-Bürgermeister Ludger Möller seine letzte Amtsperiode ab.

Das hindert Möller nicht an einer Einschätzung: „Das Wahlergebnis ist eindeutig. Aus Sicht der CDU gibt es hier nichts zu beschönigen. Es ist eine krasse und in der Höhe nicht erwartete Niederlage. Die Gemeinde Molbergen gehörte in der Vergangenheit neben Bakum zu den CDU-Hochburgen bundesweit. Witali Bastian hat einen engagierten und vor allem fairen Wahlkampf geführt.“

Märkl ist es trotz kämpferischen Wahlkampfs nicht gelungen, den Wähler mitzunehmen. Hinzu kommen hausgemachte Fehler der eigenen Partei in der Vergangenheit: die Nichtnominierung der Spätaussiedlerkandidaten bei der letzten Kommunalwahl und die Entschleunigungspolitik bei der Wohngebietsausweisung.

Das Wahlergebnis spricht für Veränderung. Jetzt heißt es, alle an einem Strang ziehen für die Entwicklung der Gemeinde Molbergen. Eine Blockade-Politik wäre Gift.“

CDU-Gemeindeverbands-Chef Dr. Sebastian Vaske sieht das so: „Witali Bastian hat die Wahl klar gewonnen. Ihm gebührt unser Glückwunsch. Imke Märkl sagen wir ein großes Wort des Dankes. Sie hat einen überaus engagierten Wahlkampf für die CDU Molbergen geführt.

In den vergangenen Tagen hat sich das Ergebnis bereits abgezeichnet. Die Deutlichkeit kam allerdings überraschend und wird die Aufarbeitung des Ergebnisses prägen. In der kommenden Woche werden sich die Gremien damit erstmalig beschäftigen. Witali Bastian kann sich auf ein gutes Miteinander und eine konstruktive Zusammenarbeit verlassen.“

Sergei Meier, Fraktionsvorsitzender der Zentrums-Gruppe im Molberger Rat: „In Molbergen wurde ein klares Zeichen gesetzt. Man will frischen Wind, will Veränderung. Eine solche Aufbruchsstimmung lag schon lange nicht mehr in der Luft.

Für einen Wahlsieg reicht der Parteiname allein nicht aus, die Person muss passen. Meiner Meinung nach hat Molbergen richtig entschieden, auch wenn ich diese Deutlichkeit nicht erwartet habe. Nun liegt es am zukünftigen Bürgermeister, den Tatendrang und die Energie, die er im Wahlkampf bewiesen hat, beizubehalten und die versprochene Objektivität zu bewahren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

SPD-Oldies Theo Bruns hat es sich als eingefleischter Sozialdemokrat nicht träumen lassen, dass es mal einen Molberger Bürgermeister ohne CDU-Parteibuch gibt: „Ich fordere die CDU-Fraktion im Gemeinderat auf, mit dem Bürgermeister zum Wohle der Gemeinde zusammenzuarbeiten und auch die anderen Fraktionen einzubinden. Dass Bastian gewählt worden ist, hat mich nach der ersten Wahl nicht mehr überrascht.“

Und Nadja Kurz, Vorsitzende des Heimatvereins der Deutschen aus Russland und Kämpferin der ersten Stunde für Integration, sagt: „Unser Verein ist besonders Stolz auf den Ausgang der Kommunalwahlen in Molbergen. Dass Witali Bastian als bundesweit erste Bürgermeister aus der Reihe der Aussiedler geworden ist, ist ein unzweideutiger Beweis dafür, dass es doch mit der Integration geklappt hat.“

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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