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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Ewald Lienen: Vereine sind die Basis der Gesellschaft

24.06.2019

Molbergen Eine deutlich stärkere Sportförderung fordert der Technische Direktor des FC St. Pauli und langjährige Bundesligaspieler und -trainer, Ewald Lienen, von der Politik und den Sport-Spitzenverbänden. Er appellierte beim Empfang der Gemeinde Molbergen aus Anlass des 21. OM-Cups in Anwesenheit vieler Gäste aus Politik, Sport und Gesellschaft an den DFB, kleine Vereine ernst zu nehmen. In seiner Begrüßung hatte Molbergens Bürgermeister Ludger Möller Jugendbetreuer, Jugendtrainer und andere Ehrenamtliche in den Vereinen als Rückgrat der Gesellschaft bezeichnet.

Rund 200 Gäste, unter ihnen DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg, die Landräte Johann Wimberg und Herbert Winkel, Silvia Breher (MdB) und Christoph Eilers (MdL), die beiden NFV-Vorsitzenden Hans-Jürgen Hoffmann (Cloppenburg) und Hans Engelmann (Vechta), KSB-Vorsitzender Franz Stuke und die Organisatoren des OM-Cups, Christian Albers und Ralf Böckmann, waren der Einladung der Gemeinde Molbergen gefolgt.

Der Sportpark biete für den 21. OM-Cup beste Voraussetzungen, so Molbergens Bürgermeister Ludger Möller. Er bot dem Ehrengast Ewald Lienen für ein Engagement in Molbergen bei diesen guten Arbeitsbedingungen eine ordentliche Unterkunft und freie Verpflegung. Aber Möller scherzte nicht nur, er wurde auch deutlich. „Wir vor Ort müssen den Murks der Kamele in Berlin und anderswo ausbaden.“ Auch wandte er sich deutlich gegen rechte Strömungen.

Ewald Lienen bezeichnete die Vereine als Basis der Gesellschaft. „Ich habe einen Traum: Alle Kinder sind in Vereinen organisiert und machen Sport“, so der Technische Direktor, der den Molberger Bürgermeister für die fulminante Rede lobte. „Im Sport habe ich Werte gelernt wie Solidarität, Fairness, Gemeinschaft, Toleranz, Demokratie.“ Es gehe nicht nur darum, Kindern Stoff beizubringen, es gehe immer auch um Werte, um Persönlichkeitsbildung. „Wir müssen unsere Staatsform, unsere Demokratie, auf die wir stolz sein dürfen, schützen.“

Lienen forderte, in jedem Verein einen Pädagogen einzustellen, der Werte vermitteln könne. Er vermisse in dieser Gesellschaft zum Beispiel Toleranz und Zivilcourage. Hier müsse der DFB verstärkt unterstützend tätig sein. „Es ist lächerlich, jedem Spieler, der schon Millionen verdient, vom DFB für einen Titelgewinn oder für die Teilnahme an einem Turnier eine Prämie zukommen zu lassen.“ Mit dem Geld müssten die kleinen Vereine unterstützt werden.

In den Vereinen gehe es aber nicht nur um Kinder und Jugendliche. Auch die Erwachsenen sollten hier eine Heimat finden. Eine so schöne Anlage wie in Molbergen habe eine identitätsstiftende Wirkung. Lienen bekam für seine klaren Worte ein dickes Lob durch Landrat Johann Wimberg und einen Präsentkorb der Gemeinde Molbergen. Dann wurden noch zwei Erinnerungsbäume gepflanzt. „Hier steht jetzt der E-wald“ scherzte Möller in Anspielung auf den Vornamen Lienens.

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