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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Molberger Gemeindeverband: Neuer CDU-Chef will versöhnen

21.02.2020

Molbergen Nach achtjähriger Arbeit als Vorsitzender der Molberger CDU kandidierte Dr. Sebastian Vaske nicht erneut. Zu seinem Nachfolger wählten die 57 erschienenen Parteimitglieder den Ratsvorsitzenden Dr. Hermann Südhoff mit 56 Stimmen bei einer Gegenstimme. Stellvertreter wurden Jens Meyer und Frank Westendorf, während Thorsten Lübbers weiterhin als Schriftführer tätig ist. Zudem übernimmt er das Amt des Mitgliederbeauftragten. Auch Hubert Werrelmann kandidierte nicht erneut um einen Stellvertreterposten.

Warum ist Vaske nicht erneut angetreten?

Für Dr. Sebastian Vaske, der zu Beginn der Mitgliederversammlung auch den Landtagsabgeordneten Christoph Eilers begrüßen konnte, war das Amt des Gemeindeverbandsvorsitzenden „das beste Ehrenamt, das ich bisher ausgeübt habe“. Trotzdem seien in dieser Zeit nicht nur die Wahlergebnisse der CDU auf Bundesebene rückläufig gewesen. Die CDU Molbergen habe durch den Ausschluss der Gemeinderatskandidaten Nathalie Kurz und Waldemar Boxhorn bei der Listenaufstellung zur Kommunalwahl 2016 „deutlich an Bindungskraft in der Bevölkerung verloren“, auch wenn die Zusammenarbeit mit der neuen Zentrumsfraktion gut laufe. Aber „die damals hochgekochte Frage zur sogenannten Pfingstlerschule hat einen tiefen Graben hinterlassen. Ich bleibe dabei, dass der Ausschluss von Kurz und Boxhorn das falsche Signal war. Gemeinsam unter einem Dach hätten wir unsere Arbeit besser gestalten können“, so Vaske.

Die CDU habe dabei ein Defizit im Auftritt in den sozialen Medien erkennen lassen. Dort werde es in nächster Zeit Weiterentwicklungen geben. „Informationsaufnahme findet bei vielen nur noch über die sozialen Medien statt“, so Südhoff, der eine Arbeitsgruppe initiieren möchte, die den Medienauftritt der CDU verbessern soll.

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Dem neuen Bürgermeister versprach Vaske, der als stellvertretender Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender im Rat eine wichtige Rolle spielen wird, die Unterstützung der CDU-Fraktion. Denn scheitere der Bürgermeister, scheitere die Kommune. Das wolle niemand. Die Mitgliederzahl der CDU Molbergen sei auf 253 gestiegen. Nur das Saterland habe in den vergangenen zehn Jahren im Kreis ebenfalls einen Zuwachs vermelden können. Die CDU sei jung und bunt – und werde weiblicher. So ganz folgte ihm da der Parteitag nicht. Nur vier der 22 Vorstandsposten wurden mit Frauen besetzt.

Wie liefen die Vorstandswahlen ab?

Für den ausscheidenden Hubert Werrelmann konnte kein Ermker Vertreter als Stellvertreter benannt werden. Thorsten Lübbers bleibt Schriftführer und übernimmt auch das Amt des Mitgliederbeauftragten. Beisitzer wurden Elena Seemann, Linda Ludmann, Josef Stoll, Michael Brümmer, Martin Pigge, Gustav Müller, Michael Wulfers, Thomas Wernke, Günther Koopmann, Hubert Thien, Christoph Olding, Reinhard Koopmann, Wolfgang Hochartz, Bernhard Schürmann jun., Sabrina Böhmer, Johannes Brinker, Regina Rauert und Tobias Flerlage, während Dr. Sebastian Vaske, Reinhard Koopmann, Regina Rauert, Frank Westendorf, Jens Meyer, Michael Brümmer, Dr. Hermann Südhoff und Linda Ludmann als Delegierte den Gemeindeverband auf dem Kreisparteitag vertreten.

„Fraktion, Verwaltung und Bürgermeister arbeiteten Hand in Hand, auch weil die CDU breit in der Bevölkerung verankert war. Dann aber kam die Nominierungsveranstaltung zur Kommunalwahl 2016 mit der Abspaltung der Zentrumspartei – und die breite Verankerung der CDU in der Molberger Bevölkerung ging verloren. „Mit der verlorenen Bürgermeisterwahl hat sich der Status verfestigt“, analysierte der neue Vorsitzende.

Wie sieht die Zukunft der CDU aus?

Die CDU müsse Personengruppen ansprechen, die bisher nur unzureichend in der CDU vertreten seien. Deshalb freue er sich, dass russlanddeutsche Mitbürger als Beisitzer in den Vorstand gewählt worden seien. Außerdem müsse eine Annäherung an die Zentrumspartei gelingen, auch wenn diese bei der Kommunalwahl 2021 wohl wieder mit einer eigenen Liste anträte. „Wir nehmen den oft dargestellten Riss in der Bevölkerung nicht hin. Wir versuchen, zu einem versöhnlichen Ausgleich zu kommen“, wurde Südhoff deutlich. Christoph Eilers (MdL) appellierte an die CDU-Mitglieder: „Wir müssen uns als Volkspartei nicht nach links oder rechts orientieren, sondern die Mitte halten.“

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