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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Bürgermeisterwahl: Bewerber schüren Hoffnungen auf eigene Sporthalle

08.11.2019

Nikolausdorf Zu einer Podiumsdiskussion der ganz anderen Art hatte der Bürgerverein „Wir in Nikolausdorf“ (WiN) die vier Kandidaten für die Bürgermeisterwahl eingeladen. Vorbereitete Statements standen nicht im Vordergrund, sondern Spontanität, Flexibilität und Redegewandtheit waren gefragt. So forderte Wolfgang Engelmann als Moderater die vier Kandidaten auf, in einem Grundriss einzutragen, wie der Ort im Jahr 2030 aussieht.

Dabei zeigten sich viele Gemeinsamkeiten: Platz für das Wohnen, für das Gewerbe, für eine Sporthalle und einen Dorfladen. Geht es nach den Vorhaben der Kandidaten Martin Backhaus, Detlev Buschenlange, Thomas Höffmann und Reinhard Meyer, dann dürfen die Schüler und Sportler berechtigte Hoffnungen haben, dass demnächst eine Sporthalle gebaut wird. Martin Backhaus brachte einen Anbau an die Tennishalle ins Spiel, Reinhard Meyer sieht Fördermöglichkeiten im Rahmen des Programmes zur Dorfentwicklung, das für Nikolausdorf beantragt wird. Thomas Höffmann gab zu bedenken, dass bei einem Verein als Bauträger zusätzliche Fördergelder generiert werden können.

Ein Thema war auch der Verkehr auf der L 847 (Oldenburger Straße). Reinhard Meyer setzt auf eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30. Detlev Buschenlange brachte Verkehrsinseln an den Ortseingängen ins Gespräch. Ein Zuhörer schlug gar einen Kreisel in der Dorfmitte vor.

„Auf ein Wort“ hieß es zwischendurch für die Kandidaten. Dabei verstand Wolfgang Engelmann es, Fragen zu stellen, die die Kandidaten direkt betrafen und herausforderten. Fast wurden die Bewerber ein wenig gepiesackt, aber mit einem Augenzwinkern des Moderators.

Alle setzten sich dabei für den Erhalt des Kindergartens und der Schule ein. Das gäben die Geburtszahlen auch verlässlich her. Schwierig wurde es für alle Kandidaten, als sie nach konkreten Möglichkeiten gefragt wurden, wie man Gewerbetreibende für einen Bau ihres Betriebes in Nikolausdorf gewinnen kann. Da bleibt wohl nur die Initiative der ortsansässigen Firmen und eventuell Neugründungen junger Nikolausdorfer Bürger. Die Kandidaten sicherten dafür Unterstützung zu.

Mit seinem Vorstandsteam hatte er abwechslungsreiche Frage- und Antwortrunden vorbereitet. So sollten die vier Bewerber drei Begriffe aufschreiben, die sie mit Nikolausdorf in Verbindung bringen und auf plattdeutsch für ihre Wahl werben. Bei einer Entweder-Oder-Runde zeigten sich mehrere Übereinstimmungen. Fans von Bayern München werden das nicht gerngesehen haben. Alle vier votierten für Bremen.

150 Gäste waren in den Saal Fleming gekommen und erlebten einen unterhaltsamen Abend. Wolfgang Engelmann verstand es, die Fragen mit Humor und Schlagfertigkeit, mit reichlich Hintergrundwissen garniert, zu stellen. „Die Veranstaltung war Champions League“, lobte ein Zuhörer und fand damit die Zustimmung aller Gäste.

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