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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Der tiefe Fall der Genossen

16.10.2018

Nordkreis Die alten Volksparteien CSU und SPD haben bei der Landtagswahl in Bayern am vergangenen Sonntag eine krachende Wahlniederlage kassiert. Die SPD fällt gar auf ein historisches Tief. Die Genossen halbieren mit Verlusten von rund elf Punkten ihr Ergebnis von 2013 und landen bei nur 9,7 Prozent.

Damit verzeichnet die SPD mit Spitzenkandidatin Natascha Kohnen ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl und ist nur noch fünftstärkste Kraft im Freistaat. Doch was sagt die SPD hier vor Ort zu diesem verheerenden Wahldebakel. Die NWZ hat sich im Nordkreis einmal umgehört.

„Es ist zum Heulen“

„Das Ergebnis mit unter zehn Prozent ist zum Heulen“, sagt Karl-Peter Schramm, SPD-Ratsmitglied der Gemeinde Saterland. „Es ist schade, dass wir (SPD/ Anm. d. Red.) für die Fehler der Großen Koalition so abgestraft werden in Bayern.“ Schließlich habe die bayrische SPD gute Themen in ihrem Wahlprogramm angesprochen, so das Gemeinderatsmitglied weiter.

So sieht es auch Bösels SPD-Chef Bernd Roder. Die etablierten Volksparteien seien bestraft worden. Die Landespolitik leide förmlich unter den Fehltritten der Bundespolitik. „Die Menschen verstehen ja gar nicht mehr, was überhaupt entschieden wird“, sagt Roder. Für ihn müsse der Bürger wieder mehr mitgenommen werden. Denn auch die Situation mit der AfD sei erschreckend, so Roder weiter. Denn mit 10,2 Prozent zieht die Alternative für Deutschland ins Maximilianeum ein und ist jetzt in 15 von 16 Landtagen vertreten.

SPD verliert ihr Profil

Und die Genossen? „Die SPD verliert durch die GroKo immer mehr an Profil“, sagt Bösels SPD-Chef. Andrea Nahles müsse sich überlegen, ob die Große Koalition noch weitergeführt werden soll. Für Schramm habe die Wahl in Hessen am 28. Oktober daher jetzt schon einen bedeutungsvollen Charakter. „Ich bin gespannt. Nach der Wahl müsste man gucken, ob die Große Koalition wirklich noch das Richtige ist“, sagt auch Schramm mit Blick auf die Querelen in Berlin zwischen CDU, CSU und SPD in den vergangenen Monaten. „Wenn ja, dann muss versucht werden, die Große Koalition wieder attraktiver zu machen.“ Roder erwarte in Hessen im Übrigen einen ähnlichen Trend wie in Bayern.

Nicht nur Nahles schuld

Die SPD-Chefin für die Krise der Genossen allein verantwortlich zu machen, sei allerdings nicht fair. „Frau Nahles bemüht sich ja, auch wenn sie dabei nicht immer den glücklichsten Eindruck macht“, findet Schramm. „Aber alles auf sie abzuwälzen, ist auch nicht richtig.“ Zumal das Gemeinderatsmitglied aktuell keine Person in den Reihen der SPD sehe, die jetzt zwingend neuen Schwung reinbringen könnte.

Einzig positiver Lichtblick sei bei der Wahl in Bayern für Schramm die Wahlbeteiligung gewesen. „Das freut mich“, sagte das SPD-Ratsmitglied aus dem Saterland. Die Wahlbeteiligung lag bei über 72 Prozent. 2013 waren es noch 64,7 Prozent.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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