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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Offenen Dialog über die Vergangenheit führen“

03.11.2011

„Verstaubte Ideologien einer längst vergangenen Zeit“, Leserbrief von Manfred Lorentschat, Ð  vom 25. Oktober 2011.

„Gezeichnet durch monumentale Ausmaße, gekrönt von einem zwar „verjüngten“, aber noch immer martialisch anmutenden „Raubtier“ und getragen von deutlichen Intentionen. Gewiss, vorerst zeugen nur Betonsohle, Eisenträger und ein Schild, das das Betreten der Baustelle untersagt, von der zukünftigen „Mahn- und Gedenkstätte“. Doch schon bald – so scheint es – wird jeder Bürger und Besucher Barßels sich an der Ecke Lange-/Hauptstraße selbst ein Bild von der Frucht der Gedanken des Vereins zur Förderung des Wiederaufbaus eines zu Beginn der 1970er Jahre seines exponierten Aufstellungsort „beraubten“ Kriegerdenkmals machen können. Man wird schwerlich umhinkommen, Notiz von jenem neuen „Aushängeschild der Gemeinde“ (so der Verein) zu nehmen.

Den Aussagen führender Mitglieder des Vereins zufolge besteht der Sinn der Unternehmung vor allem darin, allen Generationen eine Mahnstätte zu bieten. Es solle daran erinnert werden, „was Krieg und Unruhen weltweit bedeuten“. Zwar befasse sich der geschichtliche Schulunterricht „immer noch“ mit den Weltkriegen, doch viele Schüler hätten mangels persönlicher Verbindung („Vorfahren“) gar keinen Bezug mehr zu dieser Thematik. Abgesehen davon, dass wohl kein anderes Thema den Geschichtsunterricht seit Jahrzehnten so grundlegend prägt, wie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und den damit verbundenen Ereignissen, ist höchst zweifelhaft, ob ein opfer-zentriertes, nicht auf demokratischem Wege entstandenes, nicht interaktives, starres und nicht multiperspektivisches Denkmal das hoch gesteckte Ziel des Vereins zu erreichen vermag.

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Schenkt man den Initiatoren Glauben, geht es um persönliches Gedenken an Familienangehörige, Freunde und Bekannte, die in einem der beiden Kriege ihr Leben ließen. Gedenktafeln sollen diese in Ehren halten. Niemand wird den Betroffenen dies absprechen, niemand will ihnen die Trauer verbieten – geschweige denn etwas im Sinne der political correctness tabuisieren. Der öffentliche Raum verdient einen offenen Dialog über unsere Beziehung zur Vergangenheit, keine Monumente, die den Bedürfnissen nur einer Gruppe entsprechen und ein Geschichtsbild verankern, das keinen Platz für gebotene Reflexionen bietet.

Claas Neumann, Barßel/Oldenburg

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