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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

70. Jahrestag: Opferlisten in Ehrenmal eingelassen

09.05.2015

Cloppenburg Demokratie, Freiheit, Kooperation: Den von Europa nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschlagenen Weg hat der Cloppenburger Historiker Hubert Gelhaus am Freitagabend als einen „historischen Glücksfall“ für seine und die nachkommenden Generationen bezeichnet. Der pensionierte Gymnasiallehrer hielt die Ansprache bei einer Gedenkfeier, die die Stadt Cloppenburg anlässlich des 70. Jahrestags der Deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 beim Ehrenmal am Pingel Anton organisiert hatte. „Heute erinnert unsere Heimatstadt offiziell zum ersten Mal an das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich viel tiefer in das kollektive Gedächtnis eingeprägt hat als der Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkriegs.“

Anschließend wurde eine Kartusche mit einer Namensliste aller Cloppenburger Opfer beider Weltkriege in das Ehrenmal auf dem Pingel-Anton-Platz eingelassen. Die Liste wurde in Zusammenarbeit mit der Archivgruppe im Heimatverein und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Oldenburger Münsterland vervollständigt und ist künftig auch im Stadtarchiv einzusehen. An der Erstellung haben mitgewirkt: Hermann Warnking, Ruth Decker, Alfons Geising, Monika von Hammel, Irmgard Kohl, Klaus Steinkamp, Hannelore Warmhold, Hermann Asbree und Karl Sieverding. „Ihren Recherchen ist es zu verdanken, dass die Liste der Toten beider Weltkriege vervollständigt werden konnte“, sagte Cloppenburgs stellvertretender Bürgermeister Hermann Schröer (CDU).

Auf der Liste stehen die Namen von 327 Toten des Ersten und 844 Opfern des Zweiten Weltkriegs sowie von 45 Menschen, die nach dem 8. Mai 1945 in Gefangenenlagern oder an Kriegsleiden gestorben sind. Dazu kommen die Namen von 19 jüdischen Bürgern aus vier Cloppenburger Familien, die zwischen 1940 und 1943 ermordet wurden.

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Außerdem werden 28 polnische Kriegsopfer und -gefangene erwähnt, die in den Jahren 1940 bis 1947 gestorben und auf dem St.-Andreas-Friedhof beigesetzt sind. Hingewiesen wird auch auf 20 Personen aus Cloppenburg, die zwischen 1933 und 1945 in der „Heil- und Pflegeanstalt“ Wehnen verstorben sind. Genannt werden zudem 143 Gefallene aus den Jahren 1944/ 45 und zum Teil aus dem Ersten Weltkrieg, die auf dem Soldatenfriedhof an der Kirchhofstraße bestattet sind.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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