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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Vorbild für nachhaltige Entwicklung

31.08.2019

Ramsloh Ein idyllisches Fleckchen Erde mit Sagter Ems, Elisabethfehnkanal, kleinen Häuschen und zweisprachigen Ortsschildern – das sehe er, wenn er ins Saterland komme. Dieser Ort habe sogar eine eigene Sprache. Und die Pflege des Saterfriesischen sei wichtig, sagte Grünen-Landtagsabgeordneter Christian Meyer, der die Gäste prompt auf Saterfriesisch begrüßte. Dafür erntete er großen Applaus. Meyer gab aber auch zu, dass Karl-Peter Schramm und Johanna Evers vom „Seelter Buund“ ihm geholfen hätten.

Niedersachsens ehemaliger Landwirtschaftsminister ist am Freitagvormittag Festredner im Rathaus Ramsloh gewesen. Dort fand traditionell der Krammarktempfang der Gemeinde Saterland mit geladenen Gäste aus Verwaltung und Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur, Schulen, Behörden und Vereinen statt.

Für ihn sei das Saterland ein Musterbeispiel einer ländlichen Gemeinde, die nachhaltige Entwicklung im Ort umsetze. „Die Energiewende findet hier vor Ort statt“, sagte Meyer und wies auf die vielen Solaranlagen und den Bürgerwindpark Saterland hin.

Er teilte aber auch seine Sorgen bezüglich des Klimawandels, Klimaschutzes und des Insektensterbens mit den Gästen. Als vorbildlich stellte er dabei unter anderem die jungen Menschen heraus, die sich im Rahmen der Bewegung „Fridays for Future“ für den Klimaschutz engagierten. Nicht nur im Saterland, im gesamten Oldenburger Münsterland gehe man mit gutem Beispiel voran. So würden viele Landwirte am Blühstreifenprogramm teilnehmen, um etwas gegen das Bienensterben zu tun und sich für das Tierwohl engagieren. Mittlerweile würde es 70 bis 80 Prozent weniger Insekten geben. Und die Biene sei in Niedersachsen das wichtigste Nutztier.

Neben weiteren ernsten Themen wie Dürre und Wassermangel, der sich bereits bemerkbar mache, verstand es Meyer auch, die Gäste immer wieder zum Lachen zu bringen. So stellte er allen Gerüchten zum Trotz klar, dass er tatsächlich mehr als ein grünes Hemd besitze. Auch wusste er, warum Thomas Otto zum Bürgermeister gewählt worden sei. Als ehemaliger Mitarbeiter im Amt für Regionale Landesentwicklung, zuständig für EU-Förderprogramme, kenne er sich bestens mit Fördergeldern für den ländlichen Raum aus, scherzte Meyer.

Und als er dem Bürgermeister ein Glas Honig als Geschenk überreichte, witzelte er: „Soll keiner sagen, wir Grünen könnten den Menschen keinen Honig ums Maul schmieren.“ Vom Bürgermeister gab es im Gegenzug eine Flasche Wein und Gläser. „Pflegen Sie ihre Traditionen, seien Sie offen für Neues und neue Menschen, die hierherkommen“, gab Meyer allen mit auf den Weg. Wichtig sei zudem, parteiübergreifend zusammenzuhalten.

Ein gutes Miteinander stellte auch Bürgermeister Otto in seiner Begrüßung heraus: „Mit allen von Ihnen verbindet uns eine gute Zusammenarbeit.“ Musikalisch trug ein Ensemble aus den Keyboardklassen der Haupt- und Realschule Saterland (HRS) unter Leitung von Klaus-Dieter Hildebrandt (Zebu) zum Gelingen des Empfangs bei.

Der Krammarkt geht an diesem Samstag um 10 Uhr mit dem Frühschoppen im Festzelt (Dorfplatz) und am Sonntag ab 10 Uhr mit dem Flohmarkt und ab 14 Uhr mit dem Familientag weiter.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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