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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Schwere Vorwürfe gegen Spielplatzgemeinschaft

28.06.2018

Ramsloh /Scharrel Schwere Vorwürfe hat UWG-Ratsherr Franz Hericks in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend im Rathaus Ramsloh gegen die Spielplatzgemeinschaft Hambierich in Scharrel im Rahmen seines Antrages auf Umwidmung der Spielplätze in der Gemeinde erhoben. Er warf ihr vor, auf dem Spielplatz Feierlichkeiten und Grillfeten abzuhalten, statt dafür zu sorgen, dass die Kinder spielen können. „Es gibt offenbar Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder völlig gleichgültig ist. Offenbar ist es der Spielplatzgemeinschaft nicht möglich, die im Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit zu akzeptieren“, so Hericks. Anders sei es nicht zu verstehen, dass gegen eine 70-jährige Rentnerin, die sich immer wieder über die andauernde Gefährdung der Kinder auf dem Spielplatz durch herumstehende Utensilien beklagt hat, durch Teile der Gemeinschaft massiv vorgegangen werde.

So seien die Haustür und der Briefkasten mit Hundekot beschmiert, Knallkörper nachts gegen die Wand geworfen und die Wohnung von einem Nachbarn ausgeleuchtet worden. Auch Eier würden gegen die Tür geworfen und private Briefe öffentlich in einem Schaukasten ausgehängt werden. „Ständig wird der Rentnerin gesagt, sie solle wegziehen“, so Hericks. Die Gemeinde solle sich daher überlegen, ob sie die Spielplatzgemeinschaft weiter unterstützen will, wie es Bürgermeister Thomas Otto und Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann vorhätten. Ohnehin hätten sich in dieser Sache Polizei und Gemeindeverwaltung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Rentnerin müsse immer wieder mit Demütigungen, Angriffen und Anfeindungen fertig werden.

Das rief in der Einwohnerfragestunde Dr. Michael Steeken von der Spielplatzgemeinschaft auf der Plan. Er forderte Hericks auf, Beweise für seine Behauptungen zu liefern, ansonsten müsse er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Zumindest solle er sich bei der Gemeinschaft, die zum Teil anwesend war, entschuldigen. „Ich denke nicht daran, mich zu entschuldigen. Im Gegenteil, ich erwarte eine Entschuldigung von der Gemeinschaft gegenüber der Rentnerin“, erwiderte Hericks. Bei der Anwesenden löste dies Entsetzen und Kopfschütteln aus. „Das werden wir uns nicht gefallen lassen. Das wird für Hericks rechtliche Konsequenzen haben“, so ein Anlieger.

„Wir freuen uns, dass die Spielplatzgemeinschaft den Spielplatz in Ordnung hält. Ansonsten müsste der Bauhof das machen“, erklärte Erster Gemeinderat Hellmann. „Es ist eine tolle Spielplatzgemeinschaft und ich freue mich, dass sie dort noch traditionell den ersten Mai feiern“, meinte Bürgermeister Otto.

Sowohl CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Immer als auch sein SDP-Kollege Karl-Peter Schramm zeigten sich froh, dass die Gemeinschaft den Platz pflegt. „Wir wollen uns nicht mit dem Antrag von Ratsherrn Hericks befassen. Ansonsten würden wir ja alle unter einen Generalverdacht stellen“, so Immer.

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