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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Raum für die Geschichte gesucht

02.06.2016

Harkebrügge „Mein Archiv platzt aus allen Nähten“, sagt Heinz Frerichs. Der 61-Jährige steht in einem kleinen Raum im Obergeschoss seines Hauses an der Kettelerstraße 22 in Harkebrügge. Der Geruch von altem Papier liegt in der Luft. Auf nicht einmal 15 Quadratmetern lagert Frerichs historische Dokumente, Bücher, Karten, Fotos und vieles mehr. Der Platz reicht jedoch bei Weitem nicht aus.

Daher suchen Frerichs und der Arbeitskreis „Heimat“ des Aktivkreises Harkebrügge schon seit einer Weile nach einer Unterkunft, in der eine Heimatstube eingerichtet werden kann. „Wir haben viele Vereine in Harkebrügge, die über 100 Jahre als sind. Sie haben haufenweise Unterlagen aus ihrer Geschichte. Das würden wir gerne bündeln“, sagt Frerichs. Auch private Fotos und andere Unterlagen können dann dem Arbeitskreis zur Verfügung gestellt werden. Interessierte Bürger sollen dann, so die Vorstellung, vorbeikommen und die Unterlagen einsehen können. Ausstellungen, Gesprächsrunden oder Vorträge könnten in dieser Heimatstube stattfinden. Allein die Örtlichkeit fehlt. Wie berichtet, hatte sich die Möglichkeit der Nutzung eines Raumes in der Grundschule Harkebrügge zerschlagen, da die Schule den Platz selber benötigt.

„Ich habe wirklich Verständnis für das Anliegen und der Arbeitskreis leistet wirklich gute Arbeit“, sagt Anne Tönjes, kommissarische Schulleiterin der Grundschule Harkebrügge auf Anfrage der NWZ . „Aber leider haben wir den Platz nicht dafür.“ Unter anderem werde der Raum für große Musikinstrumente benötigt. „Irgendeinen Raum in Harkebrügge brauchen wir, sonst geht das ganze Schiff den Bach herunter“, sagt Frerichs.

Richard Machatzke (67), ebenfalls vom Arbeitskreis „Heimat“, ergänzt: „Unsere Generation ist vermutlich die letzte, die so etwas sammelt. Die nachfolgenden Generationen werden das vermutlich nicht mehr machen. Es wird dann viel verloren gehen.“

Ein eigenes Heimathaus, wie es etwa der Bürger- und Heimatverein in Barßel betreibt, sei zu teuer. „Wir sind ja auch kein Verein und wollen es auch nicht werden“, sagt Frerichs. „Es gibt hier schon so viele Vereine. Da brauchen wir nicht noch einen.“

Auf der jüngsten Fachausschusssitzung der Gemeinde Barßel machte Bürgermeister Nils Anhuth zwar deutlich, dass die Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten nicht die Aufgabe der Gemeinde sei (die NWZ  berichtete). Auf ein wenig Hilfe durch die Politik hofft Frerichs trotzdem: „Es ist ja Wahlkampf. Vielleicht wird das ja mal zum Thema gemacht.“

Jonas Schönrock Barßel / Redaktion Münsterland
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