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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Rechtsanwältin bekommt Freudenthal-Anerkennung

05.10.2011

FRIESOYTHE Wir befinden und mitten im Zweiten Weltkrieg. Sina ist Anfang Zwanzig und lebt in einem Dorf im Emsland. Sie kennt nur das, was auf ihrem Hof vor sich geht. Alles andere ist ihr fremd. Bis ein Insasse aus dem nahe gelegenen Konzentrationslager Esterwegen zum Arbeiten auf den Hof kommt. Die Herausforderung: Sie dürfen sich nicht miteinander unterhalten.

In „Een Träe buten dat Eiland – un de Welt weert gröter“ beschreibt Dr. Jutta Engbers, Rechtsanwältin und Schriftstellerin aus Friesoythe ein Frauenschicksal in Niederdeutscher Sprache. Für den 25-seitigen Auszug ihrer Geschichte bekam sie jetzt die Freudenthal-Anerkennung von der Freudenthal-Gesellschaft mit Sitz in Soltau verliehen. Die Verleihung fand im Ratssaal in Bad Fallingbostel statt. „Natürlich freue ich mich über die Anerkennung“, sagt Engbers. „Es ist immer nett, wenn jemand einen Text anliest, der keine Döntjes beinhaltet und dann trotzdem noch weiterliest.“

Insgesamt gingen 48 Einsendungen bei der Jury ein. Die Freudenthal-Anerkennung teilt sich Engbers mit Heike Hanning aus Nordfriesland. „Voraussetzung für die Teilnahme war, dass ich ein Manuskript in Niederdeutsch schicke, dass noch keiner zuvor gelesen hat und noch bei keinem Verlag erschienen ist“, sagt Engbers. „Ich schreibe immer Texte, wenn ein Text gebraucht wird, zu konkreten Anlässen“, sagt die 42-Jährige weiter. So ist auch „Een Träe buten dat Eiland – un de Welt weert gröter“ nicht zufällig entstanden.

Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Esterwegen wurde nach dem Krieg von der Bundeswehr übernommen. Ein Teil davon diente bis 2001 als Bundeswehrdepot. Seit 2008 entsteht auf dem Gelände eine Gedenkstätte. Am 31. Oktober dieses Jahre soll sie eröffnet werden. „Für die Eröffnung sollte ich einen Text verfassen“, sagt Engbers.

Die gebürtige Hannoveranerin kam zum ersten Mal in ihrer Studienzeit mit der Plattdeutschen Sprache in Berührung. Engbers: „Ich habe es hier und da mal von Leuten während meiner Referendariatzeit in Oldenburg gehört. Ich habe dann auch noch Niederdeutsche Philologie studiert.“

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