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Unfall Bei Delmenhorst
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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Rothemden sind keine Gefahr“

14.05.2010

BöSEL Angedeutete Verbeugungen, Lächeln und freundliche Worte – nach Protest und Demonstration klingt das nicht. Und doch sind Andreas Ullmer Demonstranten so begegnet. In Bangkok, der Hauptstadt Thailands. „In Griechenland ist ganz was anderes los“, sagt Ullmer.

Griechenland und Thailand werden wohl nur selten miteinander verglichen. Doch Andreas Ulmer zieht diesen Vergleich. Der Böseler ist gerade von einer Geschäftsreise aus Bangkok zurückgekehrt. Das Zentrum von Thailands Hauptstadt ist in der Hand von Demonstranten – der „Rothemden“. Er hat ihren Protest hautnah erlebt. Vor allem von der Friedfertigkeit der überwiegend aus der ländlichen Region stammenden Demonstranten ist Ulmer begeistert: „Es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände, alles verläuft absolut friedlich“, sagt der Böseler.

Auch in Griechenland gibt es Proteste. Während sich in Griechenland die Wut über den von der EU diktierten eisernen Sparkurs auf der Straße entlädt, protestieren in Bangkok die regierungskritischen „Rothemden“ – sie fordern den Rücktritt von Abhisit Vejjajiva, der ihrer Meinung nach nicht legal an die Macht gekommen ist.

„Am ersten Tag in Bangkok war es mir nicht ganz geheuer. Im Zentrum war ich der einzige Europäer“, sagt Andreas Ulmer. Doch da er geschäftlich in Thailands Hauptstadt war, musste er in den von den „Rothemden“ kontrollierten Bereich rund um das Central World Plaza – als größter Einkaufskomplex in der Stadt ein touristischer Anziehungspunkt. „Die Demonstranten hatten den Bereich mit Straßensperren und Militärdraht abgesperrt.“ Wer in den Kern will, muss Kontrollen über sich ergehen lassen. „Ich musste den Inhalt meiner Taschen zeigen, bin dann aber durchgelassen worden“, so der Böseler.

Angst um sein Leben habe er nie gehabt. „Wahrscheinlich habe ich nicht darüber nachgedacht“, sagt Ullmer. Und das, obwohl das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgegeben hat und das Reisebüro den Trip eigentlich stornieren wollte. „Ich musste unterschreiben, dass ich auf eigenes Risiko reise“, so Ullmer. Doch sein Kontakt in Thailand machte ihm Mut. Es sei vor Ort nicht so schlimm, wie in den Medien dargestellt.

Die Erfahrung hat auch der Böseler gemacht. „Die haben ihre Zelte aufgebaut, rote Hemden angezogen und friedlich protestiert. Es hatte mitunter etwas von einer Love-Parade – die Menschen haben auf der Straße getanzt.“ Nichts sei zerstört gewesen, alles ruhig und geordnet abgelaufen. „Die Mentalität ist einfach eine andere.“ Wenn man sich an die Höflichkeitsformen halte, habe man nichts zu befürchten.

Auch wenn Andreas Ulmer in der vergangenen Woche nur positive Erfahrungen gesammelt hat, bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei und Militär sind mittlerweile mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen.

Letztendlich hat sich Ullmer – er war bereits 36 Mal in Thailand – aber langsam an die gesperrte Zone herangetastet. Sein Fazit: „In Griechenland hätte ich mich nicht getraut, zwischen den Demonstranten durchzugehen.“

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