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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

                               sicherheit: Schleusen nicht mehr zugänglich

25.10.2016

Elisabethfehn „Hinter Gittern“ befinden sich seit der vergangenen Woche die historischen Schleusen beim Elisabethfehnkanal. Es sind die Schleusen „Dreibrücken“, „Brandreeken“ und „Reekenfeld“, die alle noch in der Unterhaltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Meppen sind. Was das WSA vor gut einem Jahr schon angekündigt hatte, wurde nun vollzogen. Der Zugang zu den Schleusen ist dicht, eine Überquerung nicht möglich. Das WSA begründet die Einzäunung mit der Sicherheit im Schleusenbereich.

Bei den Schleusen bestehe die Gefahr, dass insbesondere Kinder, aber auch andere Personen in die Kammer fallen könnten und gegebenenfalls nicht mehr herauskommen, begründet der stellvertretende Leiter des WSA, Thorsten Seiwald, die Maßnahme. Da die Schleuse nicht dauerhaft besetzt und auch nicht videoüberwacht ist, sei eine schnelle Hilfe nicht gewährleistet. Das WSA habe deshalb die Schleusenkammer so zu sichern, dass keine Person leichtfertig auf das Gelände gelangt.

Das WSA hat nun den Ball dem Landkreis Cloppenburg zugespielt. Denn mit dem Kauf der Schleuse Osterhausen hat der Kreis auch den Betrieb der vier Schleusen übernommen. Doch der Landkreis hat noch nichts unternommen. „Bei der Schleuse „Brandreeken“ soll eine Überquerung noch möglich sein. „Die Tore sind noch offen. Es laufen derzeit aber Gespräche, wie der Landkreis die Verkehrssicherheitspflicht gewährleisten kann“, sagt Pressesprecher Frank Beumker.

Darüber ist Judith Vey-Höwener von der Anwohnerinitiative, die sich gegen die Einzäunung formiert hatte, schon erstaunt. „Man hat uns zugesagt, dass die Schleuse weiter überquert werden kann und darf. Das kann nicht sein“, so Vey-Höwener.

Die Anwohner der Schleuse „Brandreeken“ hatten gegen einen Zaun protestiert. Sie konnten die Gefahrenanalyse des WSA nicht nachvollziehen. Die Kinder nutzen die Überquerung der Schleuse als Schulweg und sparen dadurch einen weiten Umweg.

„Nach über 150 Jahren wurde aus Sicherheitsgründen die Schleuse Elisabethfehn-Dreibrücken mit einem Gitter versehen. Das ist sehr traurig. Es ist noch nie etwas passiert“, ärgert sich auch Egon Buß, der in unmittelbarer Nähe der Schleuse wohnt. Wenn man Sicherheit wolle, dann müsse man den ganzen Elisabethfehnkanal einzäunen, so der Kapitän.

„Wahnsinnsideen, werden wohl nie ein Ende finden“, schreibt ein Facebook-Nutzer im sozialen Netzwerk. „Für so einen Schwachsinn ist Geld da. (...) So etwas endet oft genug in blindem Aktionismus, wie man hier deutlich sehen kann“, meint ein anderer Nutzer. August Schlangen, der mit seinem Boot die Schleuse durchquert, hat dafür nur ein Wort „Schildbürgerstreich“.

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