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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Sedelsberger vertritt die CDU in Brüssel

25.10.2018

Sedelsberg Seit September dieses Jahres ist das Saterland im Europa-Parlament vertreten. In Person von Dr. Stefan Gehrold (CDU) ist ein Sedelsberger Mitglied im Gremium der EU. Vor zwei Jahren zog der 53-Jährige ins Saterland. Die politische Heimat des ehemaligen Lohners ist aber Vechta.

Aufgrund des Ausscheidens von Burkhard Balz – ging zur Bundesbank – rückte Dr. Gehrold vor wenigen Wochen ins „Hohe Haus“ in Brüssel. Im Mai 2014 verpasste er bei der Europawahl als Fünfter der Landesliste den Einzug noch knapp.

Bis 2017 war Dr. Gehrold sechs Jahre lang für die politische Bildungsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel tätig gewesen. Deshalb waren manche Themen und Aufgabenstellungen nicht neu für ihn. „Aber es geht doch sehr in die Tiefe“, meint er. In Währungs- und Wirtschaftsfragen, sein Metier, werde ein enormes Tempo vorgelegt. Bis zum Ende der Legislatur 2019 sollen noch mehr als 100 Vorhaben realisiert werden.

Der Blick des Sedelsbergers geht auch schon ganz klar in Richtung Europawahl 2019. Denn entgegen der einstigen Aussage „Wer drin ist, bleibt drin“ werden aktive EU-Abgeordnete nicht mit einem sicheren Listenplatz versehen. Der gebürtige Freiburger muss daher kämpfen. Dr. Gehrold kann allerdings die Skepsis vieler seiner CDU-Parteifreunde aus dem Oldenburger Münsterland mit Blick auf die niedersächsische CDU-Delegiertenkonferenz am 1. Dezember nicht verstehen. Dann wird die Landesliste für die Ende Mai 2019 stattfindende Europawahl aufgestellt – und vom Harz bis zur holländischen Grenze gilt die Bewerbung von Gehrold für Platz vier als wenig aussichtsreich. Der Jurist sieht das völlig anders.

Zuerst einmal könne er nicht nachvollziehen, warum die CDU des Oldenburger Münsterlandes mit der Kandidatur einer Frau besser gefahren wäre. „Auch mit einer weiblichen Kandidatin hätte es mit Sicherheit weitere Bewerberinnen aus dem östlichen Niedersachsen um Platz drei gegeben“. Zum Hintergrund: Listenplatz drei ist für eine Frau reserviert. Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes Vechta wollte daher Sabine Meyer als Kandidatin ins Rennen schicken. Doch Gehrold konnte sich durchsetzen. Aber auch der Platz vier – für den der 30-jährige JU-Vorsitzende Tilman Kuban aus Hannover allerdings Favorit ist – sei, so Gehrold, besser als oft hochgerechnet.

Im Übrigen führt Dr. Stefan Gehrold vier Argumente für einen Erfolg bei der Bewerbung um Platz 4 an. Da wäre die Kompetenz. Diese habe er sich bei der beruflichen Tätigkeit erworben und mit vielen Publikationen nachgewiesen, sagt der Bewerber, der fließend Englisch, Französisch, Kroatisch, Portugiesisch und Tschechisch spricht. Erfahrung: In der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft, in der Slowakisch-Deutschen Gesellschaft, in der Unternehmensberatung, in der Stiftungsarbeit vom Senegal bis nach Kroatien und in den verschiedenen Phasen seiner Tätigkeit für die Konrad-Adenauer-Stiftung sei sein Rat gefragt gewesen, was für seine Erfahrung spreche.

Drei-Prozent-Hürde: 2014 gab es keine Hürde. Wenn Deutschland sich jetzt für die Drei-Prozent-Hürde entscheide, könne die CDU weitere Abgeordnete stellen. Vor fünf Jahren gingen so acht Mandate verloren. Nachholbedarf: Das Oldenburger Münsterland sei oft in Bundes- oder Landeskabinetten vertreten gewesen. Die jetzigen CDU-Landesminister kämen alle aus anderen Landesteilen. „Ein gewisser Ausgleich ist auch über ein Europa-Mandat für Vechta zu schaffen“, meint Dr. Stefan Gehrold.

Die CDU-Vorständler im Oldenburger Münsterland haken sich bereits für eine Bewerbung von Stefan Gehrold für das EU-Parlament ausgesprochen. Anfang September folgte mit 86 Prozent das positive Votum des Delegiertenvolkes des Landesverbandes Oldenburg.

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