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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Entsorgung: SPD beantragt Testlauf für Pfandringe

12.03.2014

Cloppenburg Sollten Cloppenburgs Mülleimer um Pfandringe ergänzt werden, in die leere Pfandflaschen und Dosen gesteckt werden können? Die Cloppenburger Jusos sind dafür und haben die SPD-Fraktion im Rat der Stadt mit ins Boot geholt. Diese hat nun einen Antrag formuliert, damit das Thema im dafür zuständigen Fachausschuss beraten werden kann.

Hintergrund der Idee sind die zahlreichen Pfandsammler, die vor allem in Großstädten aus öffentlichen Abfallbehältern Pfandflaschen angeln, um sich Geld zu verdienen. „Aber auch in Cloppenburg sieht man immer häufiger Menschen, die mehr oder weniger freiwillig in öffentlichen Abfallbehältern gezielt nach weggeworfenen Pfandflaschen suchen“, so Juso-Vorsitzender Jan Oskar Höffmann in einer Mitteilung. Mit den Pfandringen könnte auf kreative und einfache Art, so die Jusos und die SPD-Fraktion, das Sammeln von Pfandflaschen menschenwürdiger gestaltet werden.

„Es gibt nicht den klassischen Pfandsammler. Das können Jugendliche sein, die ihr Taschengeld aufbessern, oder auch Senioren, die sich etwas zu ihrer Rente dazuverdienen wollen. Aber niemandem in Cloppenburg sollte zugemutet werden, im Müll nach Pfand zu graben“, konstatierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation, Katrin Meisner.

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Der Pfandring aus gelb bemaltem Stahl wurde vom Kölner Diplomdesigner Paul Ketz entwickelt, der für die Idee sogar den Bundespreis „ecodesign“ erhielt, da das Produkt als gut aussehend und gleichermaßen nutzbringend für Menschen und Umwelt bewertet wurde.

Als erste Stadt in Deutschland hat Bamberg die Pfandringe Anfang des Jahres in der Innenstadt installieren lassen. Zuvor dienten Pfandboxen an Ampeln und Laternen der Flaschenentsorgung, doch die Boxen waren schnell ramponiert. Das Pilotprojekt mit den Pfandringen ist in Bamberg auf zwei belebte Plätze begrenzt und läuft ein Jahr.

Cloppenburgs Stadt-Sprecher Niemann erklärte auf Nachfrage, dass erste Recherchen ergeben hätten, dass die Flaschenringe relativ teuer seien. Jeder Ring müsste für die entsprechende Tonne passend angefertigt werden. Doch es sei Sache der Politik zu entscheiden, ob sie die Investition tätigen wolle.

Für SPD-Fraktion und Jusos ist indes klar: Pfandringe sind ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvoll. Denn zum einen würde verhindert, dass Flaschen und Dosen mit Pfand im Restmüll landeten, zum anderen könnten Bedürftige die Flaschen einfach mitnehmen und müssten nicht im Abfall wühlen. „Darüber hinaus hübschen sie die tristen Müllbehälter ein wenig auf“, betonte die Parteijugend.

Der Antrag der SPD-Fraktion sieht die Installation von vorerst zwei oder drei Ringen an Mülleimern in der Innenstadt vor, um die Akzeptanz bei der Bevölkerung und den Sammlern auszuloten. Geht das Konzept auf, sollten weitere Pfandringe installiert werden. „Wenn es die Möglichkeit gibt, Menschen davor zu bewahren, unwürdig im Müll zu wühlen, dann sollten wir sie gefälligst nutzen“, so die Jusos.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Leer
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