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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Trauer um Ehrenbürgermeister Niehaus

23.02.2016

Markhausen Im Alter von 88 Jahren ist Heinrich Niehaus aus Markhausen am vergangenen Sonnabend gestorben. Er war vielen vor allem als Friesoyther Bürgermeister bekannt. Von 1984 bis 1996 führte er diese Funktion ehrenamtlich aus und brachte die Stadt weiter nach vorne. 1994 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, zwei Jahre später wurde er zum Ehrenbürgermeister ernannt. Bei den Bürgern in Erinnerung bleiben wird aber nicht nur diese Zeit seines Wirkens.

Soziales Engagement

Der Markhauser hat sich sein Leben lang mit Beständigkeit und Besonnenheit in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, sei es auf der politischen Bühne, im Vereinswesen oder auch in beruflicher Hinsicht. Niehaus lag immer das Wohl der Stadt mit all seinen Ortsteilen und deren Bürgern am Herzen. Seine zahlreichen Ehrenämter unterstreichen sein großes soziales Engagement für die Mitmenschen. Nicht zuletzt war Heinrich Niehaus ein Landwirt mit Herz. Als Landwirtschaftsmeister hat er in vielen Jahren 108 Lehrlinge ausgebildet. Keiner von ihnen sei durch die Prüfung gefallen, erzählte er gerne nicht ohne Stolz.

Geboren wurde Heinrich Niehaus am 3. Juni 1927 in Markhausen. Als 17-Jähriger wurde er kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges eingezogen und geriet ein Jahr später in Gefangenschaft. Im Juni 1945 kehrte er nach Markhausen zurück und blieb auf dem elterlichen Hof. Er heiratete seine Frau Anna und beide freuten sich über vier Kinder.

33 Jahre im Kreistag

Neben seinem Beruf als Landwirt und Ausbilder hatte Niehaus auch kommunalpolitisch schnell Verantwortung übernommen. 1961 wurde der CDU-Mann Mitglied im Rat der damals selbstständigen Gemeinde Markhausen. Dort wurde er 1964 Bürgermeister. Nach der Gebietsreform 1974 wechselte er in den Friesoyther Stadtrat. Dort löste er 1984 Ferdinand Cloppenburg als Bürgermeister ab. Zwölf Jahre lang stand der Markhauser an der Spitze des Friesoyther Stadtrates. Im Jahre 2001 beendete er nach 33 Jahren auch seine Tätigkeit als Mitglied des Cloppenburger Kreistages.

Neben der politischen Tätigkeit füllte er über 30 Ehrenämter aus. Die lange Liste der Posten reichte vom stellvertretenden Kreislandvolkvorsitzenden über den Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft Markhausen, bis zum ehrenamtlichen Richter am Verwaltungsgericht Oldenburg. Er war zum Beispiel auch Gründungsmitglied des Beratungs- und Erzeugerrings der Landwirte aus Friesoythe und Umgebung und des Heimatvereins Markhausen.

Beerdigung am Freitag

Seine große Leidenschaft war auch sein eigenes Archiv, in dem er in liebevoller Kleinarbeit handschriftlich allerhand Wissenswertes über Land und Leute zusammentrug. Mehrere Aktenordner konnte er mit Namen, Zahlen und Statistiken füllen. Mit geistiger Frische konnte er dieses Archiv bis zum Schluss fortführen. Auch blieb er stets mobil. Mit seinem roten Ein-Personen-Elektromobil besuchte er auch im hohen Alter noch so manche Veranstaltung.

Heinrich Niehaus wird am kommenden Freitag, 26. Februar, um 15 Uhr von der Friedhofskapelle in Markhausen aus zu Grabe getragen. Anschließend ist das Seelenamt in der St.-Johannes-Pfarrkirche.


Ein Kondolenzbuch ist eingerichtet unter   www.nwztrauer.de. 
Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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