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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Hallenbad: Viele Anlagen schon 30 Jahre alt

11.12.2010

BöSEL Eine Million Euro soll die Sanierung der Böseler Schwimmhalle kosten – und davon wird der Nutzer des Bades am Ende nicht viel sehen können, weil es sich in erster Linie um energetische Maßnahmen und die Erneuerung der Technik handelt. Am kommenden Mittwoch, 15. Dezember, wird der Rat der Gemeinde in einer öffentlichen Sitzung über die Sanierung entscheiden. Beginn ist im Rathaus um 18.30 Uhr.

Großer Wärmeverlust

An der Notwendigkeit für die Sanierung lässt Schwimmmeister Matthias Raker keine Zweifel aufkommen. Er zeigt die veralteten Anlagen im Keller unter dem Schwimmbecken und er weiß, wie viel Wärme Tag für Tag durch das Dach, die Wände und die Fenster verloren geht. „Die meisten Anlagen sind schon 30 Jahre alt“, erzählt Raker. Auch die sanitären Anlagen und die Umkleiden sind offensichtlich abgenutzt. Dabei ist ebenso offensichtlich, dass sich das Personal große Mühe damit gibt, alles in Schuss zu halten. Raker diskutiert das Thema auch schon mal mit Gästen des Bades. Dass es die Schwimmhalle in Bösel gibt, findet er wichtig: „Diese Größe hier ist aber für die Vereine, Gruppen, Kurse und Schulen ausreichend. Hier ist eigentlich immer viel los.“

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Architekt Reinhold Engelmann aus Cloppenburg hatte im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familien im November die Pläne für eine Sanierung vorgestellt. Favorisiert wird von der Verwaltung und Bürgermeister Hermann Block die so genannte Flachdachsanierungsvariante. Darin sind enthalten die technische und energetische Grundsanierung sowie die des maroden Flachdaches. Auch die Instandsetzung des Umkleidetraktes wäre berücksichtigt.

Sieben Monate müsste die Schwimmhalle während der Sanierung schließen. Bürgermeister Hermann Block würde die Handwerksfirmen am liebsten im Frühjahr anrücken lassen, damit zum Winter 2011 hin alles fertig ist. Ob es in Frage kommt, auf dem Flachdach der Schwimmhalle Fotovoltaikanlagen mit Hilfe von Aufstellern zu installieren, wollte die Verwaltung prüfen und durchrechnen lassen.

142 000 Euro fehlen

Bei der Finanzierung der Sanierung steht die Gemeinde zudem noch vor einem Fehlbedarf in Höhe von 142 000 Euro (die NWZ  berichtete).

Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung sind zudem die Entscheidungen über eine Satzung für die Freiwillige Feuerwehr Bösel sowie eine Satzung über die Erhebung von Kostenersatz für Dienst- und Sachleistungen der Freiwilligen Feuerwehr Bösel außerhalb ihrer Pflichtaufgaben. Auch die Satzungen der Bebauungspläne Nummer 46 „Südlich der Tilsiter Straße“, Nummer 47 „Am Bahnhof“ sowie Nummer 23 „Osterloh“ sollen beschlossen werden. Abgestimmt wird zudem über den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 49 „Östlich der Jäger“.

Anja Biewald Redakteurin / Lokalredaktion
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