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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Soziales: Von Fremden zu Nachbarn

19.11.2014

Ramsloh Serbisch, mazedonisch, kroatisch, bosnisch, arabisch, deutsch – verschiedene Kulturen und Sprachen trafen am Montagabend im katholischen Pfarrheim Ramsloh aufeinander. Bei dem Infoabend „Sie sind willkommen“ zum Thema Flüchtlinge im Saterland hatten Einheimische und Asylbewerber die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu informieren und gegenseitig kennenzulernen. Eingeladen hatten die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinden Idafehn-Strücklingen und Sedelsberg, die Gemeindecaritas sowie die Gemeinde Saterland.

Den Kern der ökumenischen Veranstaltung bildete der Vortrag von Elisabeth Vodde-Börgerding, Migrationsberaterin beim Caritas-Sozialwerk in Vechta. Sie berichtete von ihren Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingsfamilien in Niedersachsen. „Die unterschiedlichen Gespräche mit Zugewanderten haben mein Leben bereichert – und sie können auch das Leben anderer bereichern“, meinte Elisabeth Vodde-Börgerding.

Besonders eindrucksvoll war ein kurzer Vortrag von Ghazoam Bashar, einem ehemaligen Flüchtling aus Syrien, der nun seit einem Jahr in Deutschland lebt. „Wenn ich in Syrien geblieben wäre, hätte ich kämpfen müssen“, erzählte der 23-Jährige. Für seine Flucht nach Deutschland habe er 10 000 Euro zahlen müssen.

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Seine Erzählungen regten andere Zugewanderte sowie Einheimische zu angeregten Diskussionen an. „Warum erhalten einige Flüchtlinge schon nach einem Jahr eine Aufenthaltserlaubnis, während andere nach 20 Jahren nur geduldet sind oder sogar abgeschoben werden?“, fragten sich einige. In Ghazoam Bashars Fall liegt der Grund auf der Hand: der Krieg in seiner Heimat. Für diese großen Fragen konnte am Montagabend natürlich keine Lösung gefunden werden.

Im Vordergrund stand daher vielmehr die Frage: „Was können wir im Saterland tun, um die Asylbewerber in unsere Gemeinschaft zu integrieren?“. Nicht nur die Referentin konnte einige Tipps zum Umgang mit den Neuankömmlingen geben – auch die Zuhörer selbst überlegten sich Möglichkeiten, auf die betroffenen Familien zuzugehen. „Es kann eine Oma sein, die im Flüchtlingsheim mit den Kindern Memory spielt, und manchmal ist es nur ein Lächeln im Vorbeigehen“, sagte die Migrationsberaterin. Besonders wichtig sei die Hilfe bei den Familien, in denen kein Deutsch gesprochen werde. Diesen Familien helfe man schon, wenn man sie bei einem Behördengang begleite. Und auch Bürgermeister Hubert Frye bat die Saterländer um Mithilfe: „Bis Weihnachten müssen noch Unterkünfte für einige Asylbewerber gefunden werden. Da hilft jeder Hinweis auf eine angemessene Wohnung.“

Um die Gemeinde zu unterstützen, haben sich die Anwesenden zum Ziel gesetzt, in Zukunft im öffentlichen Raum und in der Nachbarschaft offener auf Betroffene zuzugehen.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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