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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Wichtiger Schritt für Spracherhalt

08.06.2017

Berlin /Saterland Einen großen Erfolg konnten jetzt die vier nationalen autochthonen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands, zu denen auch die Saterfriesen gehören, in Berlin feiern: Der Bundestag hat am Freitag einstimmig mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke den Antrag „25 Jahre Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen – Gemeinsamer Auftrag“ beschlossen.

Dabei geht es um den Schutz und die Förderung der Sprachen der anerkannten nationalen Minderheiten – Dänisch, Nord- und Saterfriesisch, Nieder- und Obersorbisch und Romanes – und der Regionalsprache Niederdeutsch.

Ein wichtiger Schritt, wie auch Karl-Peter Schramm aus Scharrel findet, der als Vertreter der Saterfriesen auf der Besuchertribüne des Plenarsaals an der Debatte teilnahm. „Es ist wichtig, dass die Akzeptanz der Minderheitensprachen jetzt offiziell durch den Bundestag erfolgt“, sagt er. Neben Schramm nahmen der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), Loránt Vincze, Vertreter des Minderheitensekretariats sowie der vier anerkannten autochthonen nationalen Minderheiten und der Regionalsprache Niederdeutsch teil.

Mit dem Beschluss werde die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, wo erforderlich, die politische Partizipation der anerkannten nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe der Regionalsprache Niederdeutsch weiter zu stärken, heißt es von Seiten des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk.

Zudem solle geprüft werden, ob das im Gerichtsverfassungsgesetz geregelte Recht der Sorben, in den Heimatkreisen der sorbischen Bevölkerung vor Gericht Sorbisch zu sprechen, auf die anderen anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland sowie die Sprechergruppe der Regionalsprache Niederdeutsch und die entsprechenden Charta-Sprachen ausgeweitet werden sollte.

Der Bundestag begrüße des Weiteren, dass abgestimmte Konzepte zum Erhalt und zur Förderung der Charta-Sprachen erarbeitet sowie die Mehrheitsbevölkerung für diese sensibilisiert werden, heißt es in dem Antrag.

Schramm freute sich, dass für die Niederdeutschen ein Büro in Berlin eingerichtet werden solle. Begeistert zeigte er sich davon, dass die Abgeordneten ihre Reden teilweise in Plattdeutsch und Sorbisch gehalten hätten. Wichtig sei es nun, nach der Bundestagswahl im September, die (neuen) Abgeordneten möglichst schnell auf die Minderheiten hinzuweisen. Die Fraktionen werden diesbezüglich Sprecher benennen, zu denen enger Kontakt gehalten werden solle. Auch Koschyk werde als Beauftragter ausscheiden. „Er hat tolle Arbeit geleistet und sehr viel bewegt“, lobt ihn Schramm.

Im Vorfeld der Debatte hatte die Sitzung des Innenausschusses des Bundestags mit den Nationalen Minderheiten und Vertretern der Regionalsprache Niederdeutsch sowie die Minderheitenratssitzung in Berlin stattgefunden. Auch diese sei erfolgreich verlaufen, so Schramm.

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