Cloppenburg - Wirtschaft 4.0: Dieser Begriff löst Hoffnung und Unsicherheit aus. Manche Betriebe haben Digitalisierung und Vernetzung sehr weit umgesetzt, andere stehen beim Internet noch am Anfang. Dieses Spektrum wurde im Cloppenburger Science-Shop der Universität Vechta klar, als sich knapp 100 Gäste zur Technologietransfer-Arena trafen.

Auf Einladung der Kreise Cloppenburg und Vechta verrieten zehn Unternehmen, was Wirtschaft 4.0 für sie bedeutet. So berichtete Alfred Kessen, dass Wernsing Feinkost (Addrup) seit Jahren Roboter bei der Verpackung einsetze. Die Firma Franz Högemann (Garrel) bietet Automatisierungslösungen für die Futtermittelindustrie an.

Theo Diephaus jun. informierte über neue Produkte des Betonwerks Diephaus, die dank weitgehender Digitalisierung auch in Kleinstserien hergestellt werden könnten. Für die Firma Ludwig Bergmann (Goldenstedt) fragte Johannes Kohls nach der Kosten-/Nutzen-Relation und nach der Datensicherheit bei intensiverer Digitalisierung.

Antworten auf diese und viele andere Fragen gab es von drei ausgewiesenen Fachleuten. Vor allem ließ Johann Hofmann die Arena von seinen Erfahrungen profitieren. Der Ingenieur empfahl, Schritt für Schritt vorzugehen: „Wirtschaft 4.0 kann man nicht als fertiges Produkt kaufen.“

Die Diskussion mit Moderator Uwe Haring (Ecopark) machte deutlich, dass die fortschreitende Digitalisierung ein zentrales Thema für alle Betriebe ist. Als wertvoll beschrieben zahlreiche Teilnehmer ein enges Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft.