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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Politik: Wiese: Kaufkraft zurückholen

14.11.2014

Cloppenburg Mit neun Ja-Stimmen hat der Ausschuss für Planung und Umwelt am Mittwoch den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Elektrofachmarkt“ dem Rat zum Beschluss empfohlen. Sollte dieser am 15. Dezember zustimmen, kann mit dem Bau des Media Markts begonnen werden (siehe auch Seite 29). Peter Hackmann, Rolf Bornemann (beide SPD) und Ina Meyer (Grüne) stimmten dagegen, Christian Albers (SPD) enthielt sich.

Zuvor waren die modifizierten Pläne für den Media Markt vorgestellt worden. Um den von der Friesoyther Wasseracht geforderten Mindestabstand zur Soeste von zehn Metern einhalten zu können, wurde das Gebäude verkleinert und damit auch die Verkaufsfläche von 2400 auf 2550 Quadratmeter. 45 Pkw-Stellplätze sind vorgesehen.

Der Abstimmung war einmal mehr eine hitzige und kontroverse Diskussion um die Entwicklung des Einzelhandels unter dem Stichwort „Carré Cloppenburg“ am Standort Soestenstraße vorausgegangen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) erklärte, dass die Stadt Cloppenburg in den vergangenen Jahren einiges an Kaufkraft verloren habe. So sei die Kaufkraftziffer von 174 Prozent im Jahre 2007 auf aktuell unter 150 Prozent gefallen. „Und mit der Ansiedlung von Kaufland und Media Markt wollen wir uns diese Kaufkraft zurückholen.“

Karl Kleier (CDU), ein erklärter Gegner des Projekts Kaufland, warf dem Verwaltungschef vor, mit solchen Darstellungen Ängste zu schüren. Er reagierte damit auf Aussagen Wieses, der gleiches zuvor den Kaufland- und Media Markt-Gegnern unterstellt hatte.

Peter Hackmann (SPD) begründete sein Nein mit einer Verschandelung des Soesten-Grüngürtels in diesem Bereich. Darüber hinaus hätte er sich in Sachen Elektromarkt einen hiesigen – inhabergeführten – Mittelständler gewünscht. Seelenlosen Großkonzernen sei das Schicksal ihrer Mitarbeiter völlig egal – das habe einmal mehr jetzt die Schließung der Großbäckerei Lieken in Garrel (die NWZ berichtete) bewiesen.

Diese Ausführungen sorgten aufseiten der Carré-Befürworter für Kopfschütteln. So warf Ludger Koopmeiners (CDU) den Gegnern vor, mit ihrer Haltung in Cloppenburg ein feindliches Klima für Investoren geschaffen zu haben.

Kaufland-Gegner Günther Hegger (CDU) begründete seine ablehnende Haltung mit dem zusätzlich anfallenden Verkehr, den die Soestenstraße nicht mehr aufnehmen könne. Die Situation sei – so entgegnete Bürgermeister Wiese – „zwar nicht optimal, aber vertretbar“.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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