• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Freizeit: 700 Kilometer zum Heimatschlag

16.10.2014

Elisabethfehn Früher überbrachten sie Nachrichten über den Luftweg. Bevor es Telegrafen gab, ließen sich durch Brieftauben Botschaften schnellstmöglich an den Empfänger ausstellen. Im Krieg konnten die Tiere Nachrichten unbemerkt über feindliche Gebiete hinweg übermitteln.

Interesse seit Kindheit

Karl Kapels und Wolfgang Lüdtke aus Elisabethfehn haben schon früh ihre Leidenschaft für Brieftauben entdeckt. Beide gehören dem Brieftaubenverein „Moorbote Elisabethfehn“ an. Diesen gibt es bereits seit weit über 50 Jahren. Wolfgang Lüdtke ist seit gut zehn Jahren Vorsitzender des Vereins. „Mit 15 Jahren hat es angefangen“, erinnert sich der heute 50-Jährige. Damals habe er eine aufgefundene Taube aufgepäppelt und Zuhause gehalten, sagt Lüdtke. Heute hält er 120 Tauben in seinem Schlag in Elisabethfehn.

Gemeinsam mit seinem Bruder habe er schon zu Schulzeiten zahlreiche Ziervögel gehalten, erinnert sich Karl Kapels. Später habe er dann angefangen, Brieftauben zu züchten. Erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben folgten. Medaillen und Meistertitel flogen seine Brieftauben ein. Über 100 Tiere zählt der 67-jährige Rentner mittlerweile.

Tiere im Vordergrund

Kapels und Lüdtke beschreiben sich selbst als Brieftaubenliebhaber. Nicht der Wettbewerb stehe für sie im Mittelpunkt, sondern das Wohl ihrer Tiere. „Die Taube steht für mich im Vordergrund. Mir ist wichtig, dass die Tiere gesund und zutraulich sind“, meint Kapels. Hunderte Kilometer könnten Brieftauben zurücklegen und dabei immer wieder nach Hause finden, zeigt sich Lüdtke beeindruckt. Jährlich nehmen die Brieftaubenfreunde aus Elisabethfehn mit ihren Jung- und Alttieren an Wettbewerben teil. Die bislang weiteste Strecke, die seine Tauben zurücklegt hätten, seien 700 Kilometer Luftlinie von Frankreich zum Heimatschlag gewesen, sagt Lüdtke.

Jede Taube trage einen Nummernring, erzählt Kapels. Dadurch ließen sie sich identifizieren. Mit einem Spezialtransporter werden die Tauben bei Wettbewerben zum Auslassort gefahren. Vorn dort aus treten sie ihren Heimflug an. Eine wichtige Voraussetzung: „Die Tiere müssen geimpft sein“, so Kapels. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen wie starkem Regen, Nebel oder Unwetter sei der Start nicht möglich.

Jungtiere würden nach und nach immer längere Trainingsstrecken absolvieren, ergänzt Lüdtke. Wenn seine eigenen Tauben in der Luft seien, könne er sie bereits am Fliegen zuordnen, sagt Kapels und schmunzelt.

Es sei ein zeitintensives und schönes Hobby, meint er. „Da kann ich schon einen ganzen Tag mit verbringen.“ Neuzugänge seien bei ihnen jederzeit willkommen, sagen die Brieftaubenfreunde der Reiservereinigung Süd-Oldenburg „Nord”. „Egal wie alt oder jung“, so Kapels.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.