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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Windpark Kündelmoor: Wurden Bösel vier Millionen Euro versprochen?

05.10.2016

Bösel Eine Million Euro steckt in der neuen Stiftung „Windpark Kündelmoor“. Diese wurde – wie berichtet – Ende August vorgestellt. Das Geld stammt vom Oldenburger Unternehmen IFE Eriksen AG. Diese Firma ist der Investor des Windparks Kündelmoor in Bösel. Gemeinsam mit den Flächenbesitzern des Parks, die sich als Windpark Kündel GbR zusammengeschlossen haben, wurde schon früh vereinbart, dass auch die Böseler Bürger von dem Windpark profitieren sollten. Die Frage nach dem „Wie“ blieb bislang offen. Jetzt also eine Million Euro als Stiftungskapital.

15 Räder drehen sich

Der Windpark Kündelmoor in Bösel umfasst 15 Windenergieanlagen und wurde 2015 in Betrieb genommen. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Investor ist die IFE Eriksen AG in Oldenburg. Diese zahlt den Grundeigentümern, die durch die Windpark Kündel GbR vertreten werden, Pacht für die Ländereien. Außerdem fließen Gewerbesteuern an die Gemeinde Bösel. Eine Stiftung mit einem Grundkapital von einer Million Euro – von der IFE Eriksen AG zur Verfügung gestellt – soll von den Erträgen gemeinnützige Projekte und Institutionen der Gemeinde Bösel unterstützen.

Eine Bürgerinitiative, die vor allem aus Bewohnern im Umfeld des Kündelmoors besteht, kämpft seit Jahren gegen den Windpark. Die Bewohner fürchten vor allem gesundheitliche Schäden und einen Wertverlust für ihre Häuser.

Doch hätte es vielleicht deutlich mehr sein müssen? Unterlagen, die der NWZ  vorliegen, weisen einen Betrag von vier Millionen Euro aus. Das geht aus Angeboten verschiedener Investoren-Bewerber aus dem Jahr 2010 hervor. Aufgeführt ist diese Summe als „Einmalzahlung Gemeinde“ bzw. „Einmalzahlung Verpächter/Gemeinde“. Im späteren Nutzungsvertrag, der zwischen IFE Eriksen und den Grundeignern geschlossen wurde, taucht diese Summe aber nicht mehr auf.

Könne sie auch gar nicht, teilte Gerd Bookjans, Vorstand der IFE Eriksen AG, auf Anfrage der NWZ  mit. Im Gegenteil: „Solche Vereinbarungen sind absolut unzulässig“, sagte Bookjans. Weder mit den Landeigentümern noch mit der Gemeinde Bösel gebe es solche vertraglichen Regelungen. Dass es diese Vereinbarungen nicht geben dürfe, habe man den Grundeigentümern auch von Anfang an klar gemacht. Jeder Einzelne sei darüber informiert gewesen.

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Die IFE Eriksen AG habe zwar schon frühzeitig angekündigt, sich für die Bürger zu engagieren, doch es seien weder eine Summe noch die Art und Weise Gegenstand vertraglicher Vereinbarungen gewesen. Wie allerdings die „Einmalzahlung“ ins Angebotsblatt gekommen ist, konnte Bookjans nicht nachvollziehen. Sie sei jedenfalls später nie Vertragsgegenstand gewesen.

Nach NWZ -Informationen soll es innerhalb der Windpark Kündel GbR aber einige Gesellschafter geben, die das ganz anders sehen. Für sie sei die Einmalzahlung in Höhe von vier Millionen Euro damals Teil der Ausschreibung gewesen. Ohne die Zahlung hätten sie dem Oldenburger Investor wohl nicht den Zuschlag gegeben, heißt es.

Dem widerspricht Bookjans: „Jeder Einzelne war darüber informiert, dass es diese vier Millionen Euro nicht geben wird.“ Man habe nur die Zusage gemacht, sich freiwillig zu engagieren. Das sei durch die Gründung der „Stiftung Kündelmoor“ geschehen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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