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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Ärmliche Behausungen aus Torf und Gras

22.05.2013

Gehlenberg Die wieder aufgebaute Klutenhütte auf dem Mühlenberg macht deutlich, unter welchen Umständen die ersten Siedler in Gehlenberg leben mussten. Es waren einfachste Verhältnisse, eher ärmlich. Die Behausungen waren aus Torf- und Grassoden gebaut worden, boten nur unzureichend Schutz vor Wind, Regen und Stürmen.

Leben in Klutenhütten

Solche Klutenhütten gab es bis in das 19. Jahrhundert in den ländlichen Gegenden im Nordwesten der Republik. Dass vor 225 Jahren die ersten Siedler in Gehlenberg in solche Hütten einzogen, ist überliefert. Grund genug also für die Gehlenberger, zu ihrem Dorfjubiläum realistisch an die einstigen Lebensumstände in ihrem Ort zu erinnern.

Das gab es noch nie: Hunderte Gehlenberger auf einem Foto

Das ist einmalig: An diesem Sonntag wird um 11 Uhr auf dem Mühlenberg im Schatten der Mühle in Gehlenberg ein Gemeinschaftsfoto von allen Dorfbewohnern gemacht. Das gab es bislang noch nie. Also seien Sie, liebe Gehlenbergerinnen und Gehlenberger, dabei, wenn aus Anlass des 225-jährigen Dorfjubiläums ein Fotograf der Nordwest-Zeitung am Sonntag auf den Auslöser drückt und diesen Moment für die Ewigkeit festhält. Je mehr von Ihnen mitmachen, um so eindrucksvoller wird das Bild. Das Foto wird dann pünktlich zur Jubiläumsfeier des Ortes im Großformat in Ihrer Nordwest-Zeitung abgedruckt werden.

Unterstützt wird die Nordwest-Zeitung bei der Fotoaktion von der Dorfgemeinschaft Gehlenberg. Für das Gruppenfoto wird das Gelände rund um die Mühle zur Verfügung gestellt. Auch Getränke werden dort angeboten. Als kleines Dankeschön für Ihre Mühe spendiert die Nordwest-Zeitung zudem Bratwürste. Kommen Sie vorbei und lassen die Aktion zu einem besonderen Moment der Feier werden. Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Ihre Nordwest-Zeitung, Lokalredaktion Friesoythe

Dort auf dem Mühlenberg in Gehlenberg ist in den letzten Monaten ein Heimat- und Kulturzentrum entstanden, das nicht nur die Geschichte des Ortes beschreibt, sondern nun das weitere Engagement der Dörfler benötigt, um ausgebaut und ergänzt zu werden. Es entsteht ein kleines Museumsdorf.

Straßengemeinschaften

Für die Feier des Dorfjubiläums von Freitag, 7. Juni, bis Sonntag, 9. Juni, hat die Gehlenberger Dorfgemeinschaft über viele Wochen und Monate gesägt, gehämmert, gemalt und gemauert. Am Ende entsteht durch dieses ehrenamtliche Engagement eine lohnenswerte Ausstellung, die tiefe Einblicke in das dörfliche Leben der kinderreichen Familien im früheren Gehlenberg gestattet.

Die einzelnen Straßengemeinschaften aus Gehlenberg haben sich dabei sehr viel vorgenommen und ihre Pläne in wochenlanger Arbeit umgesetzt. So gibt es auf dem Mühlenberg neben einer alten Schule, einer alten Handwerker-Werkstatt, der Remise und dem Ziegelbrennofen auch eine Schmiede oder das alte sanierte Backhaus. Mit dem Betrieb des Brennofens wird demonstriert, wie einst auf dem „Tichelberg“ in Gehlenberg die Ziegel für die Wohnhäuser und Ställe der Landwirte und der Dorfbewohner in mühevoller Arbeit gebrannt wurden.

Wenn nun am Sonntag, 9. Juni, ab 12 Uhr zahlreiche Besucher zum großen Bauern- und Handwerkermarkt auf dem Mühlenberg erwartet werden, präsentiert die Dorfgemeinschaft Gehlenberg neben diesen genannten festen Einrichtungen spezielle Aufführungen zum Jubiläum: Kartoffelernte, Backen von Waffeln und Neujahrskuchen, Heuernte, Schlachtfest, Roggenernte oder Suppe kochen. Die Besucher des Jubiläumsfestes können sich auf viel Abwechslung freuen.

Plattdeutsche Sketche

Andere Gruppen brauen Bier, hüten Schafe, servieren Vesper, backen Kilmerstuten, spielen mit Kindern oder kochen Erbsensuppe. Die Freiwillige Feuerwehr Gehlenberg zeigt historische Gerätschaften aus ihrem Bestand. Die Theatergruppe unterhält die Besucher mit plattdeutschen Sketchen auf der Bühne in der Festhalle.

In der alten Sägerei werden die noch intakten großen Sägen vorgeführt. Sie wurden restauriert und wieder instand gesetzt. Über das „fahrende Volk“, Besenbinder und Scherenschleifer informiert eine weitere Straßengemeinschaft. In die vorbereitenden Arbeiten und die nachfolgende Umsetzung sind in Gehlenberg alle Straßengemeinschaften eingebunden.

Hunderte Aktive

Ortsvorsteher Hans Meyer geht davon aus, dass „insgesamt mehrere hundert Personen aktiv“ dabei sind. Ein eigener Arbeitskreis mit Vertretern aus den zahlreichen Vereinen und dörflichen Institutionen hat sich ebenfalls vorbereitend mit dem Dorfjubiläum befasst.

Zuletzt war die Geschichte Gehlenbergs vor 25 Jahren zum 200-jährigen Bestehen des Ortes gefeiert worden. Im heutigen Arbeitskreis sind auch zwei Männer engagiert, die bereits vor 25 Jahren maßgeblich an der Organisation der Jubiläumsfeier beteiligt waren: Heinrich Grote und Wilhelm Olliges.

Diese Feier konzentriert sich auf den Sonntag, 9. Juni 2013. Dann findet zunächst um 11 Uhr ein plattdeutsches Hochamt statt, bevor für die vielen Besucher auf dem Mühlenberg die historischen Arbeitsweisen aus Landwirtschaft und Handwerk sowie dörfliches Brauchtum demonstriert werden.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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