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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Alles für die Natur

13.06.2019

Putzmunter und wohl fühlen sich zurzeit die vier Jungstörche im Storchennest bei der Windmühle in Barßel. Hoch oben in frischer Luft lassen es sich die Glücksbringer gut gehen und werden von Mutter und Vater gut versorgt. Dieses Bild könnte schon bald vorbei sein, denn die Jungstörche werden in gut zwei bis drei Wochen flügge und werden ihre ersten Flugversuche unternehmen. Sie werden wohl auf die Wiesen rund um die Mühle fliegen, denn dort wird es reichlich Nahrung geben. Dann wird es auch die erste eigene Mahlzeit werden.

Die Altvögel sind immer in der Nähe und füttern ihren Nachwuchs dann weiterhin. Das erste Ei wurde am 27. März und das Fünfte am 5. April gelegt. Im Normalfall besteht das Gelege aus drei bis fünf Eiern. Der erste Jungstorch schlüpfte am 1. Mai und am 5. Mai waren fünf Junge im Nest. Ein kleiner Jungstorch ist von den Altvögeln abgestoßen worden. Die Fütterungszeit dauert in etwa zwei Monate.

„Eine Beringung ist von uns nicht vorgesehen. Unter Experten gibt es dazu widersprüchliche Aussagen“, sagt Heino Weyland von der „Storchengemeinschaft“ der Feuerwehr Barßel. Die Storchenjungen im Jahre 2016 sind beringt worden. Ein Jungstorch hat ein Nest in Einhaus bei Bingum und ein anderer ein Nest in Diele bei Weener bezogen. „Bei unserer letzten Anfrage nach einer Beringung hieß es, dass nicht genügend Ringe zur Verfügung stehen“, so Weyland. Die „Storchengemeinschaft“ ist froh und glücklich, dass auch in diesem Jahr vier Jungstörche gesund und munter im Barßeler Storchennest herangewachsen sind. „Hoffen wir, dass auch in den nächsten Wochen alles gut verläuft, und die Störche „ihre große Reise“ nach Afrika oder in andere Winterquartiere antreten können“, so Weyland. „Rund um die Uhr“ kann man sich über das Geschehen im Barßeler Storchennest im Netz informieren

Das Frühjahr ist die Zeit, in der die heimische Tierwelt ihren Nachwuchs zur Welt bringt. Denn ab Mitte Mai ist es normalerweise vorbei mit den kalten Tagen und in der Natur grünt und blüht es überall. Für Rehe und Hasen bricht damit eine schöne Zeit an, denn jetzt ist Schluss mit der kargen Winterkost. Schließlich gibt es satt und reichlich frisches, zartes Grün. Auch bietet die Natur jetzt genügend Möglichkeiten, die ganze Kinderstube sicher vor Räubern und anderen ungebetenen Gästen im hohen Gras zu verstecken.

Oft ist das Versteck jedoch nicht so gut, wie es Mutter Reh vielleicht dachte. Denn das Gras wird – als Silage oder Heu – vom Landwirt benötigt, um seine Kühe zu füttern. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Rehkitze und andere Jungtiere durch den Kreiselmäher des Bauern schlimm verletzt oder gar getötet werden. Derzeit ist es wieder soweit. Für viele Jungtiere kann das den sicheren Tod bedeuten. Um dies zu verhindern, sollten Landwirte und Jäger immer wieder eng zusammenarbeiten. Gerade beim Rehwild kann dadurch Junggeborenes gerettet werden.

Dass diese Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt sein kann, zeigte sich dieser Tage im Jagdrevier Nummer Neun in Barßelermoor-West. Hier hatte Landwirt Rainer Schröder aus Elisabethfehn den Jägern früh den Mähtermin mitgeteilt, so dass die Jäger die Mähwiesen absuchen konnten. Zum Teil eine schweißtreibender Arbeit für die Weidmänner. Die Suche ist auch nicht ganz einfach, denn die Kitze sind sehr gut im grünen Gras getarnt und nicht so leicht zu entdecken. Die Barßelermoorer Weidmänner hatten Glück und wurden schon nach wenigen Metern fündig. Sie entdeckten ein Kitz, dass sich im hohen Gras geduckt hatte. Das Glücksgefühl war bei Jagdpächter Bernd Cloppenburg und Bernd Sobing groß. So wurde das Kitz vor dem sicheren Mähtod gerettet. Mit welcher Methode die Jäger bei der Rettungsaktion vorgehen, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass den kleinen Kitzen geholfen wird“ betont Cloppenburg. Die Bauern sollten daher immer wieder Bescheid geben, damit rechtzeitig geholfen werden kann.

Auf einer Fläche von rund einem Hektar im Langemoor in Harkebrügge hat der Hegering Barßel einen Wildacker anlegen lassen. Die Einsaat nahm Weidmann Johannes Lücking mit seinen Maschinen vor. „Wir wollen damit auch von der Jägerschaft einen Beitrag für Umwelt und Natur leisten und etwas für Fauna und Flora tun“, sagten Hegeringleiter Rudi Schulte und sein Naturschutzobmann Heinz Hinderks. Die beiden Jäger sind übrigens erfreut, dass im Gebiet bisher schon zahlreiche Wildäcker und Blühstreifen angelegt wurden.

Eine Geldspende von der Regionalstiftung Cloppenburg der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) erhielt jetzt die Schützengilde Barßel. Den Geldsegen überreichten im Schützenhaus der Vorsitzende der Stiftung Direktor Frank Naber. Für die Barßeler Schießsportfreunde gab es einen Betrag von 3000 Euro. Über die Spende freute sich der Präsident der Gilde Michael Nitschke. So soll der Schießstand komplett modernisiert werden.

„Die Anlage entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an das Schießsportwesen“, so Präsident Nitschke. Die Kosten belaufen sich auf rund 25 000 Euro. „Das können wir allein aus der Vereinskasse nicht finanzieren. Daher sind wird dankbar für die jetzige und weitere Spenden“, sagt Nitschke. Ohnehin seien alle Mitglieder angeschrieben, um sich mit einer Spende an der Sanierung der Schießsportanlage zu beteiligen. Daran wollte der Gildepräsident noch einmal erinnern. „ Wir haben den Antrag der Gilde geprüft und für Förderungswürdig gehalten. Es ist auch für uns immer schön, Geld zu verteilen“, meinte Naber.


     storchencambarssel.de 
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