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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Engagement: Als Mahner und Kämpfer Einsatz gezeigt

13.03.2017

Essen Wegen seines Engagements für eine menschenwürdige Arbeitswelt hat der Kolping-Diözesanverband am Sonnabend Prälat Peter Kossen, 2011 bis 2016 ständiger Vertreter des Bischöflich Münsterschen Offizials in Vechta und seit Januar Pfarrer in Lengerich, mit der Theodor-Kochmeyer-Plakette ausgezeichnet.

Die nur alle drei bis vier Jahre verliehene Plakette ist die höchste Auszeichnung des Kolping-Diözesanverbands. Ihr Namensgeber war von 1894 bis 1922 Diözesanpräses der katholischen Gesellenvereine im Bistum Münster. Die Verleihung erfolgte im Anschluss an die Delegiertenversammlung des Oldenburger Landesverbandes in der Essener Oberschule. Das komplette Diözesanpräsidium war dazu angereist. Die Laudatio hielt Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück.

„Peter Kossen ist ein unermüdlicher Kämpfer, der sich auch von verbalen und tatsächlichen Bedrohungen, ja gar mafia-ähnlichen Drohungen, nie hat einschüchtern oder mundtot machen lassen – ganz im Beispiel Kolpings“, sagte Kolping-Diözesanvorsitzender Harold Ries . Als Mahner und Kämpfer für die soziale Verantwortung habe Kossen dabei herausragenden Einsatz gezeigt.

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Theo Paul bezeichnete Kossen als einen engagierten Christen und Priester, der die Soziallehre der Kirche nicht nur als abstraktes Lehrgebäude vertrete, sondern deren Relevanz für das alltägliche Leben einklage und umsetze. Er sei ein Seelsorger, der besonnen, gerecht und fromm für die Abgehängten und Vergessenen Position ergreife. „Er hat den Missbrauch der Werksverträge und die Lebenssituation von rumänischen und bulgarischen Arbeitnehmern öffentlich gemacht. Er entlarvte die Strukturen der Sünde, wo die sozialen Standards in unserer Arbeitswelt mit Füßen getreten werden.“ Politiker, Gewerkschafter und Medienleute hätten bei ihm Rat gesucht. Durch seine Fachlichkeit habe es Korrekturen und neue gesetzliche Regelungen gegeben. Peter Kossen habe nicht nur Applaus bekommen und sei als Netzbeschmutzer beschimpft worden. Doch er sei diesen Schwierigkeiten nicht ausgewichen. Deswegen sei er für viele ein wirklicher Zeuge der Hoffnung.

In seiner Rede machte Kossen klar, dass sich bisher leider nur wenig geändert habe. Immer noch würden viele Menschen ausgebeutet. „Die Kommunen wissen das und schauen weg.“ Es gebe zwar Unternehmen, die ihre Arbeiter selbst anstellten, doch solange Werkvertragsarbeit als Sach- und nicht Personalkosten gelten, werde sich nur wenig ändern. „Kolping und Kirche sind da eine Partei, die das Unrecht beim Namen nennen.“ Teilen möchte er die Auszeichnung mit den vielen Mitarbeitern der Caritas-Migrationsberatung und den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die als sich Kolpinger, KABler, Politiker oder Gewerkschafter für dieses Thema einsetzen.

„Sie haben uns gezeigt, wie Kirche gehen kann“, so Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes. „Wir wünschen uns, dass Sie dieses Engagement von Lengerich aus fortsetzen.“

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