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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„heiligabend Einläuten“: Was hat es mit der Cloppenburger Kultnacht auf sich?

20.12.2016

Cloppenburg Am 23. Dezember ist es wieder soweit: Einige Tausend Menschen bevölkern die Kneipen, die Münsterlandhalle, den Weihnachtsmarkt und die Fußgängerzone, um einen Tag vor Christi Geburt richtig Party zu machen. In Cloppenburg heißt das „Heiligabend einläuten“. Doch woher kommt der Begriff eigentlich, und was hat die eher nicht so ausgehwütigen Cloppenburger dazu bewogen, ausgerechnet einen Tag vor einem ausgewiesenen Familienfest noch einmal richtig einen draufzumachen?

Der Cloppenburger Klaus Imsiecke, heute 73 Jahre alt, erinnert sich: Bereits seit dem 24. Dezember 1967 oder 1968, das weiß Imsiecke, den alle Welt nur „Toto“ nennt, nicht mehr so ganz genau, feiern die Handballer des TV Cloppenburg tagsüber in der Cloppenburger Kultgaststätte „Briefkasten“ an der Bahnhofstraße mit ehemaligen TVCern, die inzwischen auswärts wohnen, ein Wiedersehen. Diese kommen zum Weihnachtsfest nach Hause in die alte Heimat, es gibt Bier und gute Gespräche.

Wir schalten um in das Jahr 1970, Imsieckes erster Heiligabend als verheirateter Mann. Imsiecke muss vormittags noch arbeiten und außerdem noch die Lichterkette bei Elektro Hömmken reparieren lassen. Doch es kommt, wie es kommen muss: „Toto“ will nur kurz im Briefkasten vorbeischauen – und bleibt doch bis 17 Uhr. Sein TVC-Mannschaftskollege Heiner Windhaus läutet kräftig die Glocke, die damals über dem Kneipentresen befestigt ist. „Ich fragte ihn, was er denn da mache, und er antwortete nur: „Heiligabend einläuten“. Der 2000 verstorbene Kultwirt Felix Viegener hat kräftig mitgefeiert, kurzerhand legen die Handballer den schlafenden Mann in ein Stuhlcarré – die „Krippe“ – und drumherum kommt Imsieckes Lichterkette zum Einsatz. Dazu werden aus vollen Kehlen Weihnachtslieder gesungen.

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Um das Fest im Hinblick auf die Familien daheim ein wenig zu „entschärfen“, entschließt man sich im Laufe der Jahre, die Aktivitäten auf den Abend des 23. Dezember vorzuverlegen. Inzwischen treffen sich nicht nur Handballer, sondern auch viele Schüler, Studenten und andere Sportler im Briefkasten. Hunderte stehen draußen häufig bei Schnee, Eis und Regen, weil in der Kneipe kein Platz für sie ist.

Um vom Wetter unabhängig zu sein, stellen einige hartgesottene Fans sogar Wohnwagen auf dem Parkstreifen vor der Kneipe auf, erinnert sich Wirt Peter Blase, der den Briefkasten ein Vierteljahrhundert von 1989 bis 2014 bewirtschaftet hat, und nun seine Kundschaft zum „Heiligabend einläuten“ in seiner Kneipe Bahnhof empfängt.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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