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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Anlieger ärgern sich über Müll

07.12.2013

Friesoythe Bernd Kocherscheidt und seine Nachbarn haben genug. Fast täglich sind ihre Grundstücke an der Barßeler Straße in Friesoythe mit Verpackungsresten vom Fast-Food-Restaurant McDonald’s vermüllt. „Die Abfälle werden einfach achtlos aus dem Auto geworfen“, erzählt Kocherscheidt. Am Wochenende sei das Problem besonders schlimm. Nicht selten komme dann ein ganzer Sack voll Unrat zusammen. Man habe ja nichts dagegen, hin und wieder mal etwas Dreck wegzuräumen, sagt der Friesoyther, aber was für Mengen an der Straße zusammenkommen, sei einfach zu viel für die Anlieger. Sie wollen sich das nicht länger gefallen lassen.

Sie würden sehr wohl wissen, dass es schwierig sei, die Verursacher dingfest zu machen. Aber es könne auch nicht sein, dass sie als Bürger für die Müllbeseitigung zuständig seien. Sie sehen die Stadt und den Restaurantbetreiber in der Pflicht.

Erster Stadtrat Dirk Vorlauf kann die Verärgerung der Anwohner über die illegal entsorgten Abfälle verstehen. „Das verärgert auch uns, weil eine Kommune nicht in der Lage ist, diesen Zeitgenossen hinterherzuräumen“, sagte Vorlauf. Soweit es gehe, werde von der Stadt auch illegal entsorgter Müll eingesammelt, „aber dies kann bei der Größe des Stadtgebietes nicht flächendeckend und täglich gewährleistet werden“, so Vorlauf. Die Stadt bittet daher um Aufmerksamkeit, wenn illegal Müll entsorgt werde. Vorlauf: „Nur wenn Hinweise auf die Verursacher vorliegen, kann gegen sie vorgegangen werden. Die ordnungs- und strafrechtliche Verfolgung illegaler Müllbeseitigung liege dann beim Landkreis, den Ordnungskräften der Stadt und bei der Polizei. Das setze jedoch die persönliche Habhaftwerdung des Verursachers voraus – sprich, man muss die Umweltverschmutzer auf frischer Tat ertappen.

Burkhard Timme ist die Problematik auch bestens bekannt. Er betreibt im Landkreis Cloppenburg vier McDonald’s-Restaurants, darunter auch das in Friesoythe. „Uns ärgert das selber“, sagt er. Er mache auch schon viel, um das Problem in den Griff zu bekommen. So habe man in Friesoythe 20 Mülleimer aufgestellt. Zudem sorge ein Hausmeister ein- bis zweimal am Tag in der Nachbarschaft für Sauberkeit. Für dieses freiwillige Engagement sei er sogar mit einem Umweltpreis von McDonald’s ausgezeichnet worden. Aber: „Wir können nicht die ganze Stadt reinigen.“ Schließlich sei man nicht dafür verantwortlich, dass andere ihren Müll einfach wegwerfen würden.

Eine Lösung für das Problem der Anwohner gibt es also nicht. „Wir hätten uns schon gewünscht, dass sich hier jedenfalls am Wochenende einer um den Abfall kümmert. Das wäre super“, sagt Kocherscheidt. So bleibt ihnen einzig und allein die Hoffnung, dass ihr Anliegen durch ihren Schritt an die Öffentlichkeit bei vielen ins Bewusstsein gerufen wird.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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