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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Friesoyther Wälder leiden unter Wetterkapriolen

11.10.2018

Augustendorf /Ahlhorn Drei heftige Stürme, ein extrem trockener Sommer: Die vergangenen zwölf Monate hatten es für die Forstwirtschaft in sich. Entsprechend durchwachsen fällt jetzt eine Bilanz des Forstamts Ahlhorn aus, zu dem auch Teile der Friesoyther Wälder gehören. In Zahlen macht sie deutlich, dass die Folgen der Wetterkapriolen in den Wäldern massiv sind, und auch das Personal vor hohe Belastungen gestellt wird.

So haben die Stürme Xavier und Herwart im Oktober 2017 und Friederike im Januar 2018 geschätzt 30 Prozent des jährlichen Holzeinschlages von 60 000 Kubikmetern Nutzholz geworfen. Die ab Mai folgende durchgängige Trockenheit hat nicht nur in den Neupflanzungen aus dem Winter und Frühjahr, sondern auch in den Kulturen der vergangenen zwei bis drei Jahre Ausfälle von bis zu 50 Prozent ergeben. In den Bereichen Ahlhorn-Regente und Augustendorf müssen ganze Pflanzungen erneuert werden.

Für Betriebsdezernent Stefan Grußdorf sind die Herausforderungen noch nicht vorbei: „Die Trockenheit hat auch bei uns die Entwicklung der Fichtenborkenkäfer sehr befördert, und wir sind bis Mitte des Monats mit drei Holzerntemaschinen dabei, nur Käferfichten zu ernten.“ Für alle gesunden Nadelbäume ist der Holzeinschlag in den gesamten Niedersächsischen Landesforsten eingestellt. „Da viel mehr Käfer als üblich in der Bodenschicht überwintern werden, müssen wir bei einem warmen Frühjahr weiter mit einer verstärkten Käferentwicklung rechnen“, schildert Grußdorf die voraussichtlich nicht nachlassende Belastung für den Wald und das Forstamtspersonal.

Da die Landesforsten-Mitarbeiter in Südniedersachsen seit dem Januar-Sturm im Katastrophen-Modus arbeiten, sind auch aus dem Forstamt Ahlhorn Forstwirte, Förster und Forstmaschinen im zwei- bis vierwöchigen Turnus in Südniedersachsen zur Hilfeleistung im Einsatz.

„Allein von August bis November ist abwechselnd ein Drittel unserer Forstwirte und der Forstamtsschlepper im Forstamt Münden im Einsatz. Dazu helfen unsere Förster jeweils für 14 Tage dort, die Revierleiter zu entlasten. Im Frühjahr nächsten Jahres rechne ich mit ähnlichen Hilfseinsätzen für die Kollegen im Süden“, so der Betriebsdezernent zur personellen Situation im Forstamt.

Auch im Winter wird das Forstamt Ahlhorn nicht zum Normalbetrieb zurückkehren. Der Holzeinschlag soll sich auf Laubbäume konzentrieren: „Die Laubholzsägewerke haben im letzten Winter wegen der Nässe wenig Holz aus den Wäldern bekommen und sind nun dringend auf Lieferungen angewiesen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.“

Zudem seien Planungen für die Ersatzpflanzungen und für das Auspflanzen der Schadensflächen notwendig, die bei mildem Wetter im Winter beginnen könnten. „Das normale Pflanzprogramm sind 225 000 Bäume, davon alleine 100 000 Eichen und Buchen“, so Grußdorf.

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Forstamt Ahlhorn | Forstamt

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