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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

ROLLENSPIEL: Aus Fantasiewelt wird Wirklichkeit

19.01.2010

KAMPERFEHN Fremde Leute, fremde Sprache, fremde Religion, fremdes Land: In eine völlig andere Welt tauchten für vier Tage Abiturienten und Studenten aus ganz Deutschland. Und diese Welt befand sich auf der Grenze zwischen Friesoythe und dem Saterland. Im Kinder- und Jugendhaus am Alten Scharreler Damm zwischen Kamperfehn und Scharrel verloren sich die 18 jungen Leute im Fantasieland „Leeraxx“.

Was wie ein unterhaltsames Abenteuer klingt, war alles andere als spaßig. Denn die Teilnehmer bereiteten sich durch ein viertägiges Rollenspiel auf ihren ehrenamtlichen Einsatz als Entwicklungshelfer vor. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat mit der Initiative „Weltwärts“ ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem junge Menschen, die Interesse an einer Arbeit in Entwicklungsländern haben, unterstützt werden (siehe auch Info-Kasten).

Reale Bedingungen

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Die Universität Oldenburg ist Partner von „Weltwärts“ und bietet Vorbereitungskurse auf den Auslandsaufenthalt an. „Wir möchten die jungen Leute optimal auf ihren Einsatz vorbereiten“, sagte Dr. Peter Sehrbrock, der die Kurse leitet, im Gespräch mit der NWZ. Zur Vorbereitung gehört auch das viertägige Rollenspiel, bei dem reale Bedingungen in einem fremden Land simuliert werden.

Schon bei der Anreise mit dem Bus am Freitag ging es los – Passkontrolle. Strenge „Polizisten“ kontrollierten im Bus die Visa. Im Landheim angekommen, mussten sich die Frauen erst einmal verschleiern. Zu Essen gab es bis zum Seminarende am Montag nur Bohnen und Reis. Mal fiel plötzlich der Strom aus, mal gab es kein fließendes Wasser. Die Kommunikation mit den „Einheimischen“ – ein Team aus ehemaligen Entwicklungshelfern – war nach Auskunft der Teilnehmer zudem alles andere als leicht.

„Es werden viele schwierige und ungewohnte Situationen auf die Helfer zukommen. Einige wurden hier simuliert. Ziel der Vorbereitung ist, dass die Teilnehmer eine Balance finden zwischen sich selbst und dem Fremden“, so Sehrbrock. Das erleichtere ihnen den Einstieg in ihre Aufgaben im fremden Land.

Unterschiedliche Einsätze

„Es wird bestimmt hart, aber ich fühle mich gut vorbereitet“, sagte Teilnehmerin Aleksandra Bujko aus Ostringen bei Hildesheim. Die 26-Jährige wird für sechs Monate in einem Waisenhaus in Bangalore in Indien als Betreuerin arbeiten. Der 27-jährige Odo Niepel studiert in Oldenburg und wird für ein halbes Jahr in Santa Domingo in Ecuador in einem Heim für behinderte Menschen arbeiten. „Das Land ist mit Deutschland nicht zu vergleichen. Es ist eine große Herausforderung, auf die ich mich schon jetzt sehr freue.“ Debora Bleichner aus Weinheim bei Heidelberg ist Abiturientin. Die 19-Jährige zieht es nach Johannesburg in Südafrika, wo sie sich in einer Tagesstätte um Kinder kümmern wird: „In Südafrika funktioniert die europäische Logik nicht. Daher muss man sich auf den Aufenthalt gut vorbereiten.“ Alle drei zukünftigen Entwicklungshelfer sind sich einig, dass sie von den vielen Eindrücken und Erfahrungen aus dem viertägigen Rollenspiel während ihres Auslandseinsatzes profitieren werden.

Was steckt hinter „ Weltwärts“?

Weltwärts – Der neue entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht jungen Menschen, sich mit finanzieller Unterstützung für sechs bis 24 Monate ehrenamtlich in Entwicklungsländern zu engagieren. Ob es um den Schutz des brasilianischen Regenwaldes, Ackerbau in Vietnam, Solarenergie in Burkina Faso oder ein Heim für Straßenkinder in Ghana geht – die Arbeitsfelder der Freiwilligen sind so vielfältig wie das Themenspektrum der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Freiwilligen werden durch erfahrene Entsendeorganisationen intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet und während der gesamten Zeit ihres Dienstes begleitet.

Mehr Infos unter www.weltwaerts.de

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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