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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Azubi macht viel Wind um Pfeifen

26.06.2013

Kamperfehn Wenn Richard Rademacher nach seinem Beruf gefragt wird, sorgt seine Antwort bei seinem Gegenüber meist für große Augen. Der 19-Jährige aus Oldenburg lernt einen ungewöhnlichen Beruf: Er wird nach Abschluss seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung Orgel- und Harmoniumbauer sein.

Eher durch Zufall sei er auf die Ausbildungsstelle bei der Orgelbauwerkstatt Willehard Schomberg in Kamperfehn gestoßen. „Ich habe erst eine Ausbildung zum Zimmermann angefangen, doch die Arbeit war mir zu eintönig. Auf Nachfrage bei der Handwerkskammer wurde mir gesagt, dass ein Orgelbauer einen Lehrling sucht. Da habe ich nicht lange gezögert“, berichtet Richard Rademacher.

Rückblickend sei diese Entscheidung ein wahrer Glücksgriff gewesen. Nach einem einwöchigen Praktikum im Betrieb durfte er die Ausbildung beginnen. „Mir gefällt es gut, dass ich, wenn ich zur Arbeit fahre, nicht genau weiß, was wir zu tun bekommen.“ Denn das Aufgabengebiet ist breit gefächert. Neben der Reinigung, der Wartung, der Restauration von Orgeln und Harmonien müssen die Musikinstrumente auch von Zeit zu Zeit gestimmt werden. Dabei stehe jedoch der handwerkliche Teil deutlich im Vordergrund. Das musikalische Verständnis entstehe durch das ständige Üben.

In der Ausbildung muss der 19-Jährige jedoch auch gewisse Abstriche machen. „Wir haben hier keine regelmäßigen Arbeitszeiten. Es kann auch durchaus sein, dass man mehrere Wochen nicht zu Hause ist, weil wir die Orgeln vor Ort bearbeiten“, erklärt Rademacher. Zuletzt mussten Richard Rademacher und sein Meister Willehard Schomberg eine Orgel in Köln bei einem Kirchenumbau sichern.

Neben den praktischen Arbeiten in der Werkstatt steht auch theoretischer Unterricht auf dem Ausbildungsplan. Zwei- bis dreimal im Jahr besucht der Auszubildende dafür Kurse an der Berufsschule in Ludwigshafen. Zusammen mit anderen Auszubildenden aus dem gesamten Bundesgebiet lernt er dort, seine Fähigkeiten zu verbessern.

Durch seine Berufsausbildung sieht Richard Rademacher nun auch stets genau hin, wenn er eine Kirche betritt: „Mein erster Blick fällt sofort auf die Orgel. Im Gottesdienst kann ich mich dann nur sehr schwer konzentrieren, man hat ständig die Arbeit im Hinterkopf“, sagt der 19-Jährige mit einem Schmunzeln.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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