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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bäume fallen Richtlinie zum Opfer

26.02.2014

Landkreis Der milden Witterung sei dank: Der Ausbau der Kreisstraßen 296 (Scharreler Damm/Glittenbergstraße) und 318 (Ostermoorstraße) ist in vollem Gange. Zahlreiche Bäume fielen dem Ausbau bereits zum Opfer. Grund dafür: Hier greift die Richtlinie für den passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeugrückhaltesysteme (RPS 2009). Da der Ausbau dieser beiden Straßen vom Land gefördert wird, müsse die per Erlass für verbindlich erklärte Richtlinie in diesem Fall eingehalten werden, teilte die Kreisverwaltung auf NWZ -Nachfrage mit.

An der K 318 sollen an einigen Stellen Schutzplanken aufgestellt werden, um nicht alle Bäume mit weniger als 7,50 Meter Abstand zur Straßen fällen zu müssen. Anders auf der Nordseite der K 296: Hier werden die Bäume gefällt, die teils nur einen Abstand von ein bis 1,50 Meter zur Fahrbahn haben. Hätte der Kreis diese Richtlinie an den beiden Straßen nicht angewendet, wären Zuschüsse in Millionenhöhe futsch, rechnete Landrat Hans Eveslage seinerzeit vor.

Die Richtlinie

Die RPS 2009 (Richtlinie für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme) fordert Schutzeinrichtungen bei einem kritischen Abstand von 7,50 Metern vom Verkehrsraum zur Gefahrenstelle, in der Regel Bäume, wenn die Höchstgeschwindigkeit zwischen 80 und 100 km/h beträgt. In diesem Abstand müssen entweder Leitplanken erstellt oder Bäume gefällt werden. Dadurch sollen schwere Verkehrsunfallfolgen reduziert werden.

Nicht anwenden wird der Kreis die RPS bei den übrigen Straßenausbauten in diesem Jahr, denn für die gibt es eh keine Landesförderung. Neue Bäume pflanzt der Landkreis in einem Abstand von zwei Metern, obwohl die RPS einen Abstand von 7,50 Metern fordert. Im Falle von Unfallhäufungen oder erhöhter Wahrscheinlichkeit, von der Straße abzukommen, bleibe so genügend Platz, um Schutzplanken anzubringen, so die Kreisverwaltung.

Kommentar

Fatal für die

Landschaft

Seit Ende 2010 wird die Richtlinie zum passiven Schutz an Straßen beim Ausbau von Kreisstraßen angewendet. Grund für die Kreistagsentscheidung war bei aller Skepsis, an Fördermittel für den Straßenausbau zu kommen. Seinerzeit herrschte noch einige Zuversicht, die Richtlinie durch politische Einflussnahme wieder zu kippen.

Die Zahl schwerer Verkehrsunfälle soll verringert werden, so die Experten. Für das Landschaftsbild ist die Richtlinie aber fatal.

Aber auch ohne die RPS sind an einigen Straßen im Kreis in den vergangenen Wochen die Kettensägen angesetzt worden: Neben den regelmäßig erforderlichen Gehölzarbeiten sind an fünf Kreisstraßen, die ausgebaut und verbreitert werden, Bäume entfernt worden, so der Kreispressesprecher Frank Beumker auf NWZ -Nachfrage.

Betroffen waren die Kreisstraßen K 146 von Neuscharrel in Richtung Friesoythe bis zur „Marka“, die K 172 (Warnstedter Straße) vom Kreisverkehr in Nutteln bis zur L 837 in Warnstedt, K 159 (Vreeser Straße) von Lindern in Richtung Vrees bis zur Kreisgrenze, K 160 (Vinner Straße) von Wachtum in Richtung Vinnen bis zur Kreisgrenze sowie die K 152 (Varrelbuscher Straße) von Resthausen bis zur B 72 in Varrelbusch. Die Fällungen seien mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

An Landesstraßen sei die RPS zuletzt in Cloppenburg bei der Anbindung der Molberger Straße an die B 213 zur Anwendung gekommen, so Klaus Haberland, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen. Weiterhin müssen auf Grundlage der RPS auch zu nahe an der Fahrbahn stehende Widerlager von Brücken entlang der B 72 mit Leitplanken gesichert werden, so Haberland.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg 
Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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