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JARESHAUPTVERSAMMLUNG: Bahlmann: Risiko trägt Unternehmer

03.05.2006

BARßEL Morgen findet im Barßeler Rathaus ein Workshop statt. Es geht um die Entwicklung des Einkaufsortes Barßel. Hintergrund ist das neue Einzelhandelsentwicklungskonzept.

Von Hans Passmann BARßEL - Nicht viel Positives konnte der zweite Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Barßel, Franz Bahlmann, während der jüngsten Generalversammlung dem neuen Einzelhandelsentwicklungskonzept für den Ort Barßel abgewinnen. Das hatte die Gemeinde Barßel in Auftrag gegeben.

Die Kommune trägt damit einer Forderung des Landkreises Cloppenburg sowie der Industrie- und Handelskammer Oldenburg Rechnung. Hintergrund der Erstellung des Entwicklungskonzeptes ist ein Wunsch des Discounters „Lidl“ in Barßel. Die Verkaufsfläche des Marktes soll von 700 Quadratmetern auf 1300 aufgestockt werden. Das bestätigte der Verpächter, ein Kaufmann aus Barßel, auf Anfrage. Sowohl der Landkreis als auch die IHK halten so ein Konzept zur städtebaulichen Beurteilung des Vorhaben für zwingend erforderlich. Unabhängig von der Standortfrage müsse die Gesamtsituation im Bereich des Einzelhandels beleuchtet werden und mögliche Auswirkungen auf die Versorgungsstrukturen im Ort Barßel aufgezeigt werden, so die Forderung.

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Aufgrund des in Auftrag gegebenen Entwicklungskonzeptes hat Barßels Bürgermeister Johannes Budde einen kleinen Teilnehmerkreis, zu dem der HGV Barßel, der Aktivkreis Harkebrügge, die Fraktionen im Gemeinderat, der Förderverein Mittelstand, die IHK sowie mehrere Unternehmer aus allen Ortsteilen der Gemeinde Barßel gehören, zu einem Workshop am morgigen Donnerstag ins Rathaus eingeladen. Dort soll den Teilnehmern das Entwicklungskonzept vorgestellt und erläutert werden.

Die Erstellung des Gutachtens erfolgt durch Diplom-Geografin Katharina Staiger aus Leonberg. Zudem soll ein Arbeitskreis gebildet werden.

„Ich halte derartige Gutachten für Blödsinn“, sagte der zweite HGV-Vorsitzende Bahlmann während des Jahresrückblickes im Hotel Ummen in Barßel. „Die Gemeinde muss die Rahmenbedingungen für die Barßeler Geschäftswelt schaffen. Der freien Wirtschaft sollte man es jedoch überlassen, ob expandiert wird oder nicht“, so Bahlmann, der hierfür die klare Unterstützung seiner Unternehmerkollegen erhielt. Das finanzielle Risiko einer Geschäftserweiterung trage der Unternehmer und nicht eine Behörde. Hier sollte man den Geschäftsleuten eigenständig die Entscheidung überlassen und nicht alles von Gutachten abhängig machen, so der zweite Vorsitzende weiter.

Nicht zufrieden zeigte sich der HGV Barßel mit der Vorbereitung des Straßenfestes am 7. Mai. Insbesondere traf der Vorwurf die Gemeinde Barßel. „Die Federführung liegt eigentlich bei der Gemeinde. So sei es bei der Abschaffung des Maimarktes vor drei Jahren besprochen worden,“ meinte Vorsitzender Schünemann.

Neuwahlen zum Vorstand gab es auch. Die Geschicke leiten weiterhin Vorsitzender Hennig Schünemann, Stellvertreter Franz Bahlmann, Kassenwart Ludwig Frye und Schriftführer Gregor Rohe. Beisitzer sind Bernd Block, Hermann Kruse, Margret Gertje und Heidi Sandrowski.

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