• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bahn durch Friesoythe denkbar

21.11.2008

FRIESOYTHE /CLOPPENBURG Die Anbindung des neuen Hafens „C-Port“ am Küstenkanal an das Eisenbahnnetz stand am Donnerstag auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses des Landkreises Cloppenburg. Der Kreistag hatte Anfang des Jahres die Firma Contrack GmbH beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Dieses wurde auf der Sitzung im Cloppenburger Kreishaus den Ausschussmitgliedern vorgestellt.

Die favorisierte Lösung: Eine Streckenanbindung von Friesoythe aus. Dabei könnte die bereits vorhandene Strecke zwischen Cloppenburg und Friesoythe dienen. Vom derzeitigen Haltepunkt am Grünen Hof würde es dann entlang der Geschäftsgebäude quer über den Europaplatz gehen. Weiter würde die Trasse über die Bahnhofstraße entlang des Friedhofs bis zum Radweg (dem alten Bahndamm Richtung Sedelsberg) führen. Eine Gleisstrecke von sechs Kilometern Länge müsste neu gebaut werden. Die Gesamtkosten dieser Variante würden knapp 13 Millionen Euro betragen.

Das Problem dieser Trassenführung ist laut Gutachten die „städtebaulich problematische Wiederherstellung der Durchfahrt in Friesoythe.“ Das ehemalige durchgehende Hauptgleis ist jedoch durch den Bebauungsplan und entsprechende Grundstücksverträge weiterhin als Bahnanlage gesichert, eine so genannte Entwidmung hat nie stattgefunden.

Eine zweite Variante, die vorhandene Strecke zwischen Ocholt und Sedelsberg zu verlängern, sei ebenfalls eine Alternative. Doch aus Kostengründen nicht zu favorisieren. Die neu zu bauende Strecke sei zwar mit fünf Kilometern Länge einen Kilometer kürzer als von Friesoythe aus, doch die Gesamtkosten würden um die 20 Millionen Euro betragen. Über zehn Millionen Euro seien allein für eine neue Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal einschließlich der dafür notwendigen Rampen einzurechnen. Zudem seien die Folgekosten auf der Anschlussstrecke Sedelsberg-Ocholt mit rund sechs Millionen Euro doppelt so teuer wie die Kosten für die Anschlusssstrecke Friesoythe-Cloppenburg. In dem Gutachten heißt es daher abschließend: „Der Vergleich der Varianten zeigt, dass die Südanbindung über Friesoythe sowohl in den Investitionskosten als auch in den zu erwartenden Folgekosten auf den Anschlussstrecken wesentlich kostengünstiger ist.“

Das genaue Konzept zur eisenbahntechnischen Erschließung müsse, da noch nicht alle potentiellen Ansiedler bekannt seien, möglichst variabel sein. Das bedeutet auch, dass an eine Wiederherstellung der durchgehenden Verbindung von Cloppenburg nach Ocholt für den Güterverkehr gedacht werden müsse. Eine zukünftige Verbindung beider Stichstrecken zu einer gemeinsamen Verbindung sei mit der vorgelegten Planung jedenfalls möglich, „die Flächen dafür sollten freigehalten werden“, rät das Gutachten.

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

Weitere Nachrichten:

Hafen

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.