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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bauern werden mit Erdkabeln nicht warm

16.08.2017

Barßel Die Tennet Offshore GmbH plant für die Anbindung von zukünftigen Offshore-Windparks eine Kabelverlegung von den Anlandungspunkten Hilgenriedersiel und dem Raum Emden zum Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg. Nach den Planungen tangieren die Leitungen auch das Gebiet der Gemeinde Barßel.

Die Trasse der Suchräume führt unter anderem durch die Gemeindeteilen Carolinenhof, Neulohe, Lohe, Loher Westmark und südwestlich von Harkebrügge zur Glittenbergstraße in Richtung Kamperfehn (Stadt Friesoythe). Betroffen sind insbesondere Flächen der Landwirtschaft. Darüber macht sich der Vorsitzende des Ortslandvolkverbandes Barßel, Eugen Hagen aus Lohe, große Sorgen. Er selbst ist als Landwirt von der Trassenführung betroffen.

„Es geht nicht allein um meine Flächen, sondern insgesamt um die Flächen meiner Berufskollegen“, sagt der 25-Jährige aus Lohe. Benötigt würde für die Verlegung der Stromleitungen ein Korridor von rund 600 Metern. Hagen befürchtet für die Landwirte Einbußen bei der Erdverkabelung. Die Pläne der Tennet sehen vor, dass eine 25 bis 40 Meter breite und 2,6 Meter tiefe Trasse gebaut wird, in der die Leitungen verbaut werden. In dem Trassenbereich dürften nach der Verlegung lediglich schwach wurzelnde Pflanzen wachsen, damit die Kabel nicht beschädigt werden. „Eine Erdkabelleitung durchschneidet das Land und die Wasseradern. Wir werden dann Probleme bekommen“, sagt er.

Die Landwirte könnten die Flächen zudem nur noch eingeschränkt bewirtschaften. Stromkabel führten zu einer Erwärmung des Bodens und hätten so eine Beeinträchtigung des Pflanzenwachstums und eine Austrocknung des Bodens zur Folge. „Das Wachstum ist gestört und die Erträge werden geringer. Die Wärme macht insbesondere dem Wintergetreide zu schaffen. Das braucht Frostreiz und den gibt es bei einer Erderwärmung nicht mehr“, so Hagen. Für die Landwirte sei dies schwer zu akzeptieren.

Hagen betrachtet daher die Erdkabellösung mit Bauchschmerzen. Zwar erhielten die Grundstückseigentümer eine Entschädigung, „doch die werde nur einmalig gezahlt“, sagt der Loher Landwirt.

Außerdem sieht der Vorsitzende des Barßeler Ortslandvolkverbandes Beeinträchtigungen bei der Hofentwicklung bis hin zur Existenzgefährdung. Zudem würden die Trassen auch die Naherholung tangieren. „Damit Tennet die Kabel verlegen kann, wird auch noch ein Leitungsrecht in das Grundbuch eingetragen.“

Das findet Eugen Hagen gar nicht lustig. Er ruft seine Berufskollegen auf, sofern sie Bedenken gegen den Verlauf der Trasse über ihre Fläche haben, dagegen Einwendungen beziehungsweise Bedenken zu erheben. Dabei sei auch der übergeordnete Kreislandvolkverband Cloppenburg behilflich.

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