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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Nicht verzagen, im Rathaus fragen

21.06.2018

Barßel /Cloppenburg 50 Kilometer sind es von Barßel nach Cloppenburg. So weit muss man vom Norden des Landkreises fahren, um zum Finanzamt des Landkreises zu kommen. Eine ordentliche Strecke, wenn man nur einmal nachfragen möchte.

Doch drei Mal im Jahr kommen die Steueramtsinspektoren Wolfgang Heckmann und Albert Ostendorf ins Barßeler Rathaus, um Steuererklärungen persönlich anzunehmen – dieses Angebot gibt es seit 33 Jahren. Der 61-jährige Wolfgang Heckmann ist von Anfang an dabei. „Den Leuten hat das schon immer geholfen. Wir beraten zwar nicht, das überlassen wir den Steuerberatern, aber wir beantworten Fragen, die immer wieder aufkommen“, erklärt er.

An drei Terminen im Jahr, im Februar, März und April, sind die beiden im Barßeler Rathaus anzutreffen. Und aufgrund der Nachfrage soll das Angebot auch weiterhin bestehen bleiben. „Das sind circa 200 Leute, die ihre Erklärungen entweder nur bei uns abgeben oder auch mehrmals kommen, um Fragen zu stellen und sich sicher zu sein, dass alles seine Richtigkeit hat", sagt Ostermann.

Mehr Bürgernähe

Viele Barßeler freuen sich darauf, dass die Steuerexperten jedes Jahr wiederkommen. „Man erkennt sich dann teilweise wieder, das ist schön“, erklärt er. Erst seit zwei Jahren begleitet der 57-Jährige die „Sprechtage“ im Barßeler Rathaus. Für ihn sei diese Form der Bürgernähe von besonderer Bedeutung. „Das ist etwas, mit dem wir sonst eher wenig zu tun haben. Viele schicken ihre Steuererklärungen entweder elektronisch über Elster oder per Post.“

Im Überblick

Das Finanzamt in Cloppenburg ist für den gesamten Landkreis zuständig.

Es beschäftigt rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

An drei Terminen im Frühjahr werden „Sprechtage“ im Barßeler Rathaus angeboten.

ELSTER ist ein Projekt der deutschen Steuerverwaltung zur Abwicklung der Steuererklärung im Internet.

Infos unter www.barssel.de

Infos unter www.elster.de

„Den direkten Kontakt zu haben, ist nicht nur für die Kunden eine große Hilfe, sondern auch für uns eine willkommene Abwechslung“, wie er findet. Besonders ältere Menschen würden das Angebot gerne in Anspruch nehmen. „Die geben ihre Belege nicht gerne aus den Händen und möchten sie am Ende gerne wieder mitnehmen. Wenn wir vor Ort sind, dann ist das auch möglich“, erklärt Heckmann. Dabei müssen immer weniger Unterlagen vorgelegt werden, wie Günter Hoffmann, Leiter des Finanzamtes Cloppenburg, erklärt. „Die meisten Belege müssen nicht mehr vorgelegt werden. Es sei denn, wir fragen sie im Nachhinein an. Auch kann es von Fall zu Fall unterschiedlich sein“, sagt er.

In den letzten Jahrzehnten habe sich bei der Abwicklung der Steuererklärung einiges geändert, wie Hoffmann sagt: „Heute funktioniert alles viel unkomplizierter als damals.“ Trotzdem, die Unsicherheit bleibt. So kommen auch viele jüngere Leute ins Barßeler Rathaus. „Manchmal bringen sie ihren Laptop mit und fragen, ob sie beim Online-Formular alles richtig gemacht haben“, erklärt Heckmann.

Was kann man absetzen?

Die wohl am häufigsten gestellte Frage, die die beiden Steueramtsinspektoren hören, ist, was es für Neuerungen gebe. „Eigentlich kommt jedes Jahr etwas dazu, was man zusätzlich absetzen kann“, sagt Ostendorf. Vor einigen Jahren waren es beispielsweise die Handwerkerleistungen, die neu abgesetzt werden konnten. „Aber den Beleg für den Ölwechsel muss man uns gar nicht erst vorlegen, da können wir nichts tun“ schmunzelt Heckmann.

Wer sich unsicher ist und eine Frage hat oder einfach nur seine Steuererklärung persönlich abgeben möchte, der trifft Ostendorf und Heckmann auch im nächsten Frühjahr wieder im Barßeler Rathaus an. „Dafür sind wir da“, betont Heckmann.

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